Ueber die Innervation des Herzens

John B. Esslemont
1901 Naunyn-Schmiedeberg's Archives of Pharmacology  
Bei Beginn dieser Untersuchung war es meine Absieht, zun~ehst festzustellen, welche Ver~tnderungen im Pulsvolumen durch Reizung der Aeceleratoren hervorgerufen werden. Sparer erfuhr das Thema jedoeh in dem Sinne eine Erweiterung, dass aueh andere Beziehungea der extraeardialen Nerven zur Herzthatigkeit bertieksiehti~t wurden. Fast alle Forseher der Neuzeit auf diesem Gebiet stimmen in der Annahme tiberein, dass das tterz, sowohl des Warm-wie des Kaltblttters, yon zwei versehiedenen Arten yon
more » ... venfasern, aIlgemein als Itemmungs-und Aeeeleratorfasern bezeiehnet, versorgt wird. Ueber die meisten Funktionen dieser Fasern herrseht unter den Forsehern im Ganzen eine befriedigende Uebereinstimmung; nut beztiglieh der Frage naeh ihrem Einfluss auf das Pulsvolumen bestehen noeh auseinandergehende Ansiehten. Unsere Kenntnisse in dieser Frage kSnnen kurz etwa wie folgt zusammengefasst werden. I. Hemmungsfasern. Die hemmende Wirkung hat eine kurze Latenzzeit, erreieht bald ihr Maximum und versehwindet ziemlieh raseh, wenn tier Reiz aufhSrt. Der Herzrythmus ist w~hrend der Zeit stark herabgesetzt; das Herz steht oft still~ die Diastole ist verl~tngert, naeh ttunt0 und Donders 2) ist aueh die Dauer der Systole verl5ngert. Die 1) Reid Hunt, Direct and Reflex Acceleration of the Mammalian Heart etc.
doi:10.1007/bf01977722 fatcat:ohpkhygzkfgipbn7rv7rq34kne