Trediakovskij und die "Argenida" [book]

Capucine Carrier
1991 unpublished
VORWORT Die vorliegende Untersuchung entstand als Dissertation an der Universität Erlangen-Nürnberg. Ich möchte zunächst Prof. Dr. Ulrich Steltner danken, der meine Arbeit gegen mancherlei institutioneile Widrig* keiten in Schutz genommen und sie quasi adoptiert hat, wodurch ihr glücklicher Abschluß ermöglicht wurde. Auch hat er freundlicherweise die Druckfassung redaktionell betreut. Meine Untersuchung geht auf ein Hauptseminar von Prof. Dr. Theodor Verweyen zum deutschen Roman des Barock im
more » ... man des Barock im Wintersemester 1984/85 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zurück. Hier lernte ich Barclays , , Argenis" in der Übersetzung Opitz‫׳‬ kennen und ihre Bedeutung für die Literatur in Deutschland einzuschätzen. Vorlesungen von Herrn Verweyen zur Barockliteratur brachten mir zudem das literaturtheoretische Konzept der "imitatio veterum" nahe. Vor diesem Hintergrund interessierte mich, welche Wirkung die russische Übersetzung der "Argents" durch Trediakovskij im Vergleich dazu in Rußland entfaltete und ob sie sich in vergleichbare literarische Entwicklungen einordnen ließe. Zur Untersuchung habe ich in so vielfältiger Weise auf Ergebnisse des Hauptseminars von Prof. Dr. Th. Verweyen zurückgreifen können, daß sich das im Text nicht im einzelnen nachweisen läßt. Da diese aber (noch) nicht publiziert sind, referiere ich sie hier ausführlich, um die Grundlage meiner eigenen Untersuchungen zur russischen Version des Romans deutlich zu machen. Es sind das insbesondere die Art des methodischen Vorgehens einschließlich des dabei benutzten begrifflichen Instrumentariums der Erzählanalyse, die Einordnung des Romans ln eine in der Antike durch Heliodor begründete Tradition und die Analyse seiner Bedeutung innerhalb der historischen Kontexte. Prof. Dr. Karl-Heinz Ruffmann bin ich für seine Literaturhinweise zur Situation in Rußland im Jahre 1730 verpflichtet. Ohne die Hilfsbereitschaft zahlreicher Bibliotheken hätte diese Untersuchung nicht entstehen können. An dieser Stelle möchte ich mich besonders beim Personal der Fernleihe der UB Erlangen bedanken. Die Königliche Bibliothek in Kopenhagen stellte ‫י‬ mir freundlicherweise wiederholt ihr Exemplar der "Argenida" zur Verfügung. In Wrocław (Breslau) durfte ich das Exemplar der "Argenis" in Opitz‫״‬ Übersetzung benutzen. Frau
doi:10.3726/b12149 fatcat:yv4azqgh3ve7rongpob6ovpn4a