Notiz über die Bildung von Wasserstoffperoxyd und anderer Verbindungen mittels der Tesla-Entladung

Alex Findlay
1906 Berichte der Bunsengesellschaft für physikalische Chemie  
n seiner unlangst verdffentlichten sehr interessanten Abhandlung (2. f. Elektroch. 11, 710 [rgos]) uber die Zersetzung des Wasserstoffperoxyds in der Hitze bemerkt unter anderem Herr Professor N e r n s t : "Man erhalt sogar kein Wasserstoffperoxyd , wenn elektrische Funken durch ein Gemenge von Wasserdampf und Sauerstoff hindurchschlagen ; offenbar zerfallt es auch in diesem Falle praktisch vollstandig beim Ab kuhlen. '( Im Anschluss hieran mdchte ich bemerken, dass ich schon vor mehreren
more » ... n vor mehreren Jahren (1902) im Laboratorium des University College, London eine Anzahl Versuche uber die Bildung verschiedener Verbindungen, darunter auch Wasserstoffperoxyd, mittels der Tesla-Entladung angestellt habe. Diese Versuche waren eben erst im Anfangsstadium, als ich sie aus Pusseren Griinden abbrechen musste, und ich habe noch nicht die Gelegenheit gehabt, wieder an sie heranzutreten. In Anbetracht aber der Wichtigkeit des Zieles, welches jene Versuche verfolgten, mdgen die erhaltenen Resultate, wenn auch mit einigem Vorbehalt , hier kurz gegeben werden. 1 . B i l d u n g v o n W a s s e r s t o f f p e r o x y d . Die Versuche wurden in verschiedener Weise sowohl rnit Wasserdampf (aus kochendem Wasser), als auch mit zerstaubtem Wasser angestellt, und obwohl ich nicht immer die Bildung von Wasserstoffperoxyd durch die Titansaurereaktion habe nachweisen kdnnen, so habe ich das doch in mehreren Fallen tun kdnnen. Die Anordnung des Apparates war auch eine ziemlich verschiedene ; beistehende Fig. 38 gibt eine dieser Anordnungen wieder. Ein Luftstrom trat durch A, ein Dampfstrom (aus einer Kochflasche) durch B in das weitere Rohr ein. Die Entladung fand zwischen dem das Rohr umwickelnden Stanniolblech B und dem mit Kupfersulfatldsung gefullten Rohr E statt. Der Dampf kondensierte sich im unteren Teile des Rohres und wurde in einer unter dem Rohre C stehenden Flasche gesammelt. In einem Falle dauerte der Versuch etwa eine Viertelstunde, und die Menge des kondensierten Dampfes betrug etwa 10 bis 12 ccm. Mit Titansaure gab diese Fltissigkeit eine deutliche Gelbfgrbung. Daraus geht also hervor, dass, wenn auch kein Wasserstoffperoxyd erhalten werden kann, wenn elektrische Funken durch ein Gemenge von Wasserdampf und Sauerstoff hindurchschlagen, so bildet sich doch diese Verbindung unter dem Einfluss der Teslaschen Buschelen tladung. Luft Fig. 38. 2. Ausser dem Wasserstoffperoxyd glaube ich auch die Bildung von anderen Verbindungen unter dem Einfluss der Tesla-Entladung nachgewiesen zu haben, und zwar die Bildung von Salpetersaure aus einem Gemisch von Stickstoff und Sauerstoff ; von Schwefeltrioxyd aus einem Gemisch von Schwefeldioxyd und Sauerstoff ; von Ammoniak aus einem Gemisch von Stickstoff und Wasserstoff, und von Hydrazin aus einem Gemisch von Ammoniak und Stickstoff. Chemical Department, University of Birmingh am. (Eingegangen: 3. Februar.) WISSENSCHAFTLICHES REPERTORIUM. ZEITSCHRIFTEN-AUSZUGE. Rendic. R. Acc. d. Lincei 151 14 (2. Semester I~OS), 3. motischen Druckes). Die Erklarung des osmotischen Battelli und S t e f a n i n i . S u l l a n a t u r a d e l l a Druckes nach der van't Hoff -Arrheniusschen p r e s s i o n e o s m o t i c a (Ueber das Wesen des 0s-Theorie der Lijsungen findet vielfach Widerspruch. 20
doi:10.1002/bbpc.19060120802 fatcat:hgav5wxryzhz5gqkylqdf7spwe