Grenzen überschreiten. Digitale Geisteswissenschaften heute und morgen [article]

Anne Baillot, Claudia Müller-Birn, Humboldt-Universität Zu Berlin, Humboldt-Universität Zu Berlin
2017
Vorwort "Grenzen überschreiten": von der Idee zum Book of Abstracts Berlin und seine Bürgerinnen und Bürger sind dafür bekannt, Grenzen zu überschreiten -sei es auf politischer, kultureller oder technischer Ebene. Die am wenigsten materielle Grenzüberschreitung stellt der gesellschaftliche Umbruch dar, der mit der wachsenden Präsenz digitaler Medien einhergeht. Die Wissenschaftswelt hat sich diesem Änderungsprozess in den letzten Jahren gestellt. Davon zeugt die Vielfalt und -zahl der Projekte
more » ... nd Initiativen, die von der Europäischen Union, vom Bund, von Ländern, von Städten, von Einzelinstitutionen und nicht zuletzt von Drittmittelgebern in diesem Bereich getragen werden. Für die Geisteswissenschaften geht die digitale Wende mit einer Erweiterung der Methoden und Fragestellungen einher, die nur in Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen, vor allem der Informatik, sinnvoll angegangen werden kann -denn nur so kann sie sich als Erweiterung in der Fachentwicklung etablieren. Weder Ersatz noch Zusatz: Die digitalen Geisteswissenschaften wollen wissenschaftliche Erkenntnisse erweitern, Zugänge öffnen, vernetzen und neue hervorbringen. Die Veranstaltung, die für dieses Book of Abstracts die Grundlage bildet, hat sich zum Ziel gesetzt, die ganze Bandbreite der in Berlin und Umland beund enstehenden Projekte darzustellen. Das äußerst positive Echo ermöglicht es uns, hier rund 60 Projekte, Dienste und Werkzeuge sowie Institutionen zusammenzubringen und das schon vorhandene Kaleidoskop der Digital Humanities in Berlin vorzustellen, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen. Universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind zusammen mit Bibliotheken, Archiven und Museen vertreten. Von der studentischen Initiative bis zum hundertjährigen Akademieprojekt: Alle im Bereich der Forschung denkbare Größenordnungen stehen hier nebeneinander. Dieses Book of Abstracts ist nicht zuletzt dazu da, dass sie nicht neben einander stehen bleiben, sondern zu einem längerfristigen, fruchtbaren Austausch kommen. Wir hoffen, all die Grenzen, die in der hier versammelten Gemeinschaft vielleicht noch lauern, durch diese Veranstaltung benennen, überschreiten, verschieben zu können.
doi:10.18452/13575 fatcat:7gpcmnbkrre6rbxn6kborrebb4