Untersuchungen über die Platinmetalle

Wolc. Gibbs
1864 Journal für Praktische Chemie  
Die Trennixng der in den unlijslichen Doppelchloriden, die mit gesiittigter Chlorkaliumlijsnng ansgewaschen sind (s. dies. Journ. LXXXIV, p. 70), enthaltenen Metalle der Platingruppe von einander hat der Verf. nach allen bisher angcgebenen Methoden der neueren Zeit versucht. Aber selbst das Verfahren C laus', welches von allen das empfehlenswertheste ist, genugt in manchen FBlen, namentlich bei Arbeiten mit grossen Mengen, nicht, und desshalb hat der Verf. einen neuen Weg eingeschlagen , der
more » ... geschlagen , der durchaus befriedigende Resultate geliefcrt hat, indem er sich auf die Wirkung der salpetrigsauren Alkalien, ausserdem aber auch auf die differcnte Lijslichlreit der Doppelchloride stutztc. Das Verhalten der salpetrigsauren Alkalien gegen die Nctalle der Flatingruppe ist folgendes : Osmium in der Form von Osrniuinsiiui-e wird ungemein leicht in osmigsaures Kali verwandelt, welches sich in den bekannten granatrothen Krystallen abscheidet. Die Liisung lgsst sich ohne Zersetzung zur Trockne dampfen, und Verluste wegen der Fluchtigkeit der Osmiumsgure werden auf diese Weise am besten verhutet. Die Ki-ystalle des osmigsauren Kalis diirfen aber nicht mit Papier, Staub u. dergl. organischen Materien in Beruhrung lrornmen, sonst scheidet sich braunes Sesquioxyd ab. Auf Kalium -Osmiuinchlorid wirkt salpetrigsaures Alkali nicht merlrlich ein ; wenigstens scheidet sich iiichts BUS. Rutheniwn, sei es als freies Sesquichlorid oder init Chlorkalium odrr Salmiak gebunden vorhanden , niinmt mit salpetrigsaurein Ksli eine orangegelbe Farbe an, ohne einen
doi:10.1002/prac.18640910129 fatcat:emqokl2nm5eytaoroqafgap62u