Kapitel 2 Katzenschlager R Duplexsonographie der extrakraniellen Halsgefäße Duplexsonographie der extrakraniellen Halsgefäße

Reinhold Katzenschlager
unpublished
Einleitung Die farbkodierte Duplexsonographie ist erst seit etwa 1990 verfügbar, trotzdem ist sie bereits weit verbreitet. Diese Methode ist kein völlig neues Sonographieverfahren, sondern eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Technik, bei der die Duplexsonographie mit einer zweidimensionalen farbkodierten Strömungsdarstellung kombiniert wird. Diese Weiterentwicklung führte im Carotisstromgebiet zur schnelleren Auffindung der Gefäße und zur genaueren Differenzierung der Stenose (vor allem
more » ... Unterscheidung höchstgradige, subtotale Stenose vs. Verschluß) sowie zur besseren Dokumentation. Durch den Einsatz von Echosignalverstärkern können auch hochgradig verkalkte Gefäße mit höherer Genauigkeit untersucht werden. Vorteilhaft ist die farbkodierte Duplexsonographie auch bei der Darstellung der A. vertebralis und A. subclavia, wo es in einigen Segmenten zu deutlichen Verbesserungen kam. Abbildung 4b: A. carotis interna und A. carotis externa: Unterschied mit Dopplerkurven Abbildung 4a: Normalbefund der A. carotis externa Abbildung 5: Normalbefund der A. vertebralis Duplexsonographie der extrakraniellen Halsgefäße 26 Pathologische Befunde der Carotisstrombahn Hämodynamisch nicht wirksame Plaques (Stenosegrad < 25 %) Umschriebene, sehr glatte Auflagerungen, meist im Carotisbulbus am Abgang der A. carotis interna bzw. A. carotis externa lokalisiert. Die Lumeneinengung ist sehr gering, daher findet sich keine Flußbeschleunigung (Vmax < 1 m/sec syst.). Die Plaques sind, wenn sie echoarm imponieren, eher frisch, bei mittlerer Echogenität fibrös und wenn sie sehr echoreich imponieren und Schallschatten werfen, verkalkt. Meistens sind die Plaques eher gemischt, das heißt teilweise echoreich, teilweise echoarm (Abb. 6). Geringgradige Stenosen (Stenosegrad 25-50 %) Eine Stenose ist prinzipiell erkennbar durch Reduktion des perfundierten Lumens, bedingt durch wandständige, in das Lumen vorragende Plaques, wo-Abbildung 7a: Kalkhältige Plaque, die die ACI links etwa 25-50 % stenosiert (V max 1,15/0,3 m/sec) Abbildung 6: Hämodymisch nicht wirksame, eher fibröse, nicht glatte Plaques in ACI links (V max 0,7/0,2 m/sec) Abbildung 7b: Plaque, die die ACI links 50-69 % stenosiert (V max 1,6/0,4 m/sec) Abbildung 7c: Hochgradige > 70 % ACI-Stenose rechts (V max 2,9/1,1 m/sec)
fatcat:3cy4l756ejfpdnaao7cva7r5um