Einige Versuche und Bemerkungen über die Farben, mit denen die Alten gemahlt haben

H. Davy, Gilbert
1816 Annalen der Physik  
3AHRGANG r8r.6, ERSTES STOCK. I. ainige Vefuche wzd Bemcrkungen iiber die Sothen, mit denen die ALten kernahlt haben, C O d Sir H. D AVY, L L b. i. Mitgl. d. Lotld. Soc.; gefchrieben ZII Raai. ( h i Cberi'etzt , mit Anrnatkudga, toxt Gilbett.) I c h wlinfchta dea ileaieh Jahrgang dieret Annalen mit einem Auffatze t u eriiffnen, der f@r. a h meine Lefet anziehend und belehrend fey; und ich glaube mich in der Wahl nicht geirrt zu haben, indem ich an &e Spitze delrelben (aus den Phihfoph.
more » ... of the Roy. Sod. of London Jor 1815) die Rerultate der chemifchartifiifch antiquarifchea Unterruchungen fielle, durch welche einer der beriihrntehen und geiffreichaen Naturkiindiger feinein AuFenthlte in Rom eirl bleibendes Gediichtnifs fiiftet. Urn das Verffehn und Wiirdigen der Erijrterungen des Hrn. D a v y Z L~ erieichtern, und dem Lefer das Nachfchlagen zu errparen, habe ich alle Stellen, in welcbea P 1 i n i I\ s Annal. d. Phyfik. B.52. St. I. J. 1816, St.3. A ,van MahlerFarben reaec, '811s Buch 33, 34 und 35 feiner Naturg*fchichte the& ganz the& Auszugsweife anter dem Texte zufammengefiellt, .nach, der Franz'ifch-Harduin'fchen Ausgabe, Lipfiae I78S ; ' und zmar bei je&r einzelnen Farbe alles, was Ylinius von ihr, aIs J?ilrbrfioff, fagt. Bei der Menge und Gensuigkeit diefer Nachrichten, iind der bewundernswiirdigen Kurze des Ausclrucks hattr! -die Arbeit mehr Schwieriges als ich erwartete, und ich habe mich wider meine Abficht auf manche Vermuthung einlsflen miiflen, mit To vieler Sachkenntnifs und To gerundem Urtheile der ?'Dr; Dalechamp und Har'duin diefe Nachrichten des Pliliius auch fchon erlautert haben. Erfi als alfes da nand, erinnerte mich cin Freund an die Materialien 2ur Gerchichte der Parbenlehre, wplche wir Hrri. yon &the verdanken , nnd die den 'zweiten Theil Ceines ,Werks Zrir Furbenlehre ausrnachen. Der grohe Di&ter und Kunfikenner hat Cch indafs hier nicht Ielbfi anf Erliuterungeh iibar deri Plinius eingelaflen. -"Dejeniige, fagt er S. 6t3, der ihn im Einzelnen zii rerfieha nnd anszulegen fucht. Findet mancheSchwierigkeit, we& che wir nicht zu.iibe&inden. hoffen. Wir ziehn daher vor, einen ' qufl'atz ,einzuriicken, in welchem . ein . Freund das, was 'Plinius yon Farben. und Colorit f a g t , zufammen 'fafst, und , C+ne Mein'ung iufsert, wie nach dem natiirlichen Vorfchritte der-Mahlerkudt das Einzslne m6chte zu verltehn und zurecht ' zu legen r e p : E$ mag diefer Verfuch els ein Rei-@el dienen, wie man eke bedeutende Weltbegebenheit bus h e r eignen . Natur heraus entwickeln, und die hierzu iiberlieferten Nachrichten nur in To fern beriutzen kann, als lie mit-der Nothwendigkcit in Harmonie fiehn u'. 1: €. " WRS wir in-deD hier aus' dcr Fedsr ekes Frewdes des Hru, von . . -.darliellen Giithe unter derQberfc4rift "Hypothetirche Gefchichts "des CoIorits hefonders griechircher Mahler , vorzYtg "lich nach dern Berichte des Plinius," (9. 69 bis 106) voTfinden, wiirde fidh, wie es rnir fcleint, eher dazu eignen, H e m Davy's Arbtrit ih ein noch vortheilhafteres Licbt zu fiellen , a h fie zu vet bdTern odey zu erginzen, und zeigt, dafs es mrhr die Sache eines Naturknndigers \'on Da*y's Geift ,und Teirien HiiIfsrnitteIn, als die eines gelrhrtm und rnit Ktcht fehr gefFhiitzten Mahlers ifi, 'die Nachrich-ten 4drr Alten Yon ihren Mahlerfarben zu erklarin. ' Denn ,der Verfager dides Auffatzes beriihrt ni&t n'ur die rchwierigfien Gegenfirinde gar nicht', . 2. B. das 'ccre~ufeirrn, die cliryfoocoila, das Lmirairirn a, den cinnnc.rbmi,' die fun& daruchu ; fmdern 'er hat firh auch nicht .felten fehr getaurcht, indern er z. B. die cerr@u 74&4 iiir Neapel: gelb halt Loder vielmehr f i r MaGwt; d e q I!l,eapelgdb fcheint kein reines Bleigelb zn reyn,lda,-Ce dock Mcnnige iR, und kus. Plinius eignen 'Worirn hcrvorgeht; daf Ce eine rothe, und keine gelbe Farbe war'; indem er meinte. unter Atramenturn indicam fey Indigo ZLI verfiehn, indeIb es .fchwerlich etwas anclen ab ChiueUche Tufche gewefm feyn kaan; n. d. m, G i 468 F C, Die Mahlerei ifi eine der K h f f e, welche in d e q &en Griechenlande mit vorziiglicliern Eifer und Erfolg betrieben wurde. Diefes beweifen der hohe Werch, deb auf lie die Griechen Iegten, die Achtuag, *welche die grofsen Mahler unte< h e n genoflen , t die bedeutenden Preil'e vomit Gie Werke derleeiben bezahlt wurden, und der; A a 1 4 3 WHteiFer, mit dem die verfchiednen Freiff aatea fich den BeEtz dec beriihmten Kiinrtler fireitig machten. Aller Anrtrengung der Neueren wlhrend her drei letztea khrhuriderte ungeachtet, find die verfiiimmeltea UeberreIte der rlteo Statiien doch immec noch unfere Muf€er der Vollkommenheit in der Bildhauerkuna, und anzunehmen , dafs ein
doi:10.1002/andp.18160520102 fatcat:afinmrkqjne4rjthljdiqjf6s4