Ueber Sabromin bei Chorea

1910 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Da die Chorea jetzt wohl allgemein als eine Krankheit aufgefaßt wird, bei (1er das Großhirn besonders beteiligt ist, so ist damit von selbst schon eine gewisse Verwandtschaft mit der Epilepsie angedeutet, und man kann von vornherein annehmen, daß die therapeutischen Bemühungen, beide Krankheiten zu heilen oder wenigstens zu bessern, ähnliche Wege einschlagen werden, da ja für beide Fälle das Großhirn es ist, auf das wir therapeutisch einwirken und dessen Reizbarkeit wir herabsetzen wollen. In
more » ... setzen wollen. In dem von y. Mering und Emil Fischer eingeführten Sabromin haben wir ein Präparat, das, wie die bisherige Lite. ratur zeigt, vor den von früher her gebräuchlichen Bromsalzen entschiedene Vorziige hat. Es ist geruch-und geschmacklos und enthält wesentlich weniger Brom -bei einer Tagesdosis von 6 Tabletten = 3 g erhält der Patient nur 0,9 g Brom -sodaß die Gefahr einer Brom
doi:10.1055/s-0028-1142954 fatcat:c6m5am4lczc43ocql4ukto5lsq