Ueber einige Stickstoffverbindungen des Anthrachinons

Rud. Boettger, Theodor Petersen
1873 Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft  
anderen Stoffe = 0 zu setzen ware. Es leuchtet ein, dass dieseTemperatur fiir ein und denselben Stoff eine Andere sein muss vergchiedenen Stoffen gegeniiber. F u r Quecksilber und Sauerstoff setze ich diese Temperatur ohngefahr 4000 C., und stiitze mich dabei auch auf einige fruhere von mir angestsllte und der Section der hiesigen Gesellschaft mitgetheilte Versuche , wobei ich beobachtete, dass wenn man Quecksilber in offenem Gefasse kocht, sich das gebildete Oxyd einige Centimeter iiber den1
more » ... imeter iiber den1 Niveau des Metalles befindet. Erhitzt man dagegen Quecksilber geraunie Zeit auf 3000 C., so hat sich ebenfalls Oxyd gebildet, doch es sitzt nur tin dem Rande der Fliissigkeit. Dies lasst sich, d a die Temperatur einige Centimeter iiber dem Metall vie1 niedriger ist als darin, nur so erklaren, dass bei 350° C. die niit dem Maximum der Bewegung behafteten Quecksilbermolekiile, und wahrscheinlich auch die mit dem Minimum , kein Vereinigungsstreben zu Sauerstoff besitzen. Die Temperatur von 4000 C. mijchte als Grenze also eher zu hoch als zu niedrig sein. Es mangelte mir die Zeit, ahnliche Versuche mit der gelben Modification auszufuhren, und weil ich nicht weiss, wann ich diese Untersuchungen wieder aufnehmen kann, hielt ich es fiir besser, die erhaltenen Resultate zu veriiffentlichen, als so lange zu warten. Ilehrt die Gelegenheit wieder, so hoffe ich auch die Dissociation des Silber-und Goldoxydes z u untersuchen, weil ich glaube, hierdurch Aufscliluss zu erlangen iiber die auffallende Langsamkeit des Vorganges beim Quecksilberoxyde. Schliesslich fiihle ich mich gedrungen, meinen Dank Hrn. Prof. G u n n i n g dafiir abzustatten, dass er die Hiilfsmittel seines Laboratoriums mir zu Gebote stellte. A m s t e r d a m , 1. Januar 1873.
doi:10.1002/cber.18730060106 fatcat:hkswltm6uzbizlfb3ehdotmzku