Der Luzerner Totentanz [Schluss]

E.Z.
1905
Verwendung angepaßt; nur die Zimmer der Vorsteher zeichnen sich durch reichere Behandlung aus. Im Turm sind der Kanlonsstatistiker und Drucksachen untergebracht. Druckjachenrännie sind mich der drittelnd vierte Stock über dem Großratssaale; sie stehen niit deut Staatsarchiv in Verbindung. Höchst interessant sind Stnatskanzlei und Registratur ausgestaltet. Das Erdgeschoß des rechten Flügels ist der Polizeiwache, rechts ein Raum den Weibeln zugewiesen. Ans de>» obern Teil des Banplatzes an der
more » ... tinsgasse steht das Staatsarchiv. Es umschließt einen Hof, dessen Südund Westseite von offenen Hallen eingefaßt werden. In der südlichen befindet sich der Simsonbrnnnen, ein Werk E. Zimmermanns. Sämtliche Raunte des Archivs sind mit Backsteingewölben zwischen eisernen Balken gedeckt und vom Dachstock durch eine Betonschicht isoliert. Der ganze Neubau hat Fr. 1.543,000 gekostet. Von den banleitenden Architekten E. Bischer und Fueler hat der letztere die Vollendung nicht mehr erleben dürfe»; er starb 1901. Den beiden zur Seite standen zwei jüngere Kräfte, H. Jennen und E. Bischer Sohn. Ihnen allen, sowie den meist ans Basel stammenden Hilfsarbeitern ist es zu verdanken, daß Basel jetzt ein Rathaus besitzt, das als Gesnmtkunstwerk die Anerkennung reich verdient, die es bei Schweizern und Ausländern findet. i.. Der Lllzerner Totentanz. (Schluß). Nachdruck verboten. ^r»s all dem Gesagten geht hervor, daß, wie man nach dem Worte der Lehre die ganze Erkenntnis erst von Angesicht zu Angesicht, erst nach dem Tode erlebt, man auch das Seherslein davon, das uns etwa in diesem Erdenwallen schon beschieden sein dürste, nicht anders als im Verkehr mit dem Tode finden kann. Bei den Toten ist Weisheit. Das Sastêr lîaikalis Abb. 4. Hof iPhot. A. Krcil», Ztntchf.
doi:10.5169/seals-576135 fatcat:jasfi7l3ivb4lp57hz34j4sv4i