Weiteres über die Kinetik der Enzymwirkungen

S. G. Hedin
1910 Hoppe-Seyler´s Zeitschrift für physiologische Chemie  
Bei monomolekularen katalytischen Reaktionen in einem homogenen Medium gelten folgende zwei Sätze: 1. Bei gegebener Katalysatormenge ist die Reaktionsgeschwindigkeit oder die in der Zeiteinheit umgesetzte Substratmenge der jeweiligen Substratkonzentration proportional. 2. Bei etwa durch Zugabe von Substrat konstant gehaltener Substratkonzentration ist die Reaktionsgeschwindigkeit der Konzentration des Katalysators proportional. Bedeutet C die Substratkonzentration, t die Reaktionszeit und k
more » ... tionszeit und k eine von der Katalysatormenge abhängige Konstante, und ist dC die in der Zeit dt umgesetzte Substratmenge, HP 1 so ist -TJ-die Reaktionsgeschwindigkeit. Nach dem Satz l f\C* ist also -= k · C. dt jp Wie ersichtlich, ist -=-oder die Reaktionsgeschwindigkeit = k für den Fall, daß C (durch Zugabe von Substrat) = l gehalten wird, und k ist also unter dieser Voraussetzung die Reaktionsgeschwindigkeit. Nach dem zweiten der obigen Sätze ist also k der Katalysatormenge proportional, k wird der Geschwindigkeitskoeffizient genannt. Der erste Satz ist auch für gewisse enzymatische Spaltungsprozesse bestätigt worden. Der Katalysator ist in diesem Falle das Enzym. Die Bedingung für die Gültigkeit des Satzes, daß die wirksame Enzymmenge während des ganzen Versuches dieselbe bleiben muß, trifft nur zu Anfang des Prozesses zu, Brought to you by | Purdue University Lib Authenticated Download Date | 5/23/15 1:38 PM
doi:10.1515/bchm2.1910.64.2.82 fatcat:47gaakbrhrewvlmbjfw4q7zz7a