Die Färbung der Spirochaete pallida im Schnittpräparat nach Giemsa

Georg Schmorl
1907 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Die Spirochaete pallida ist, soweit ich aus der mir zugängigen Literatur ersehen habe, bisher noch nicht durch Färbung nach Giemsa im Schnittpräparat nachgewiesen worden. Wenn auch die von Bertarelli, Volpino und Levaditi angegebenen Methoden eine vorzügliche Darstellung der Spirochäten in Schnitten ermöglichen, so muß doch ihre Färbung im Schnittpräparat, sei es nach Giemsa, sei es mittels einer anderen Anilinfarbe als ein Desiderat betrachtet werden, dessen Erfüllung, wie dies besonders auch
more » ... ies besonders auch aus der langen, in der Berliner medizinischen Gesellschaft gepflogenen Diskussion') hervorgeht, in verschiedener Hinsicht von Bedeutung ist. Besonders wichtig Ist der Nachweis der Färbbarkeit der Spirochaete pallida im Schnitt nach Giemsa in Hinblick auf die Polemik, die von einer, wenn auch kleinen Gruppe von Autoren, gegen die Entdeckung Schaudinns geführt wird und die sich gerade auf die angebliche Nichtfärbbarkeit der Spirochäten im Schnitt nach der G i e m s a sehen Methode stützt.
doi:10.1055/s-0029-1203096 fatcat:wsuowjht5bcnvjbpk2bv4rwypy