Versuche über die Trennung der Niobsäure von der Titansäure. Analyse des Aeschynits

Marignac
1867 Journal für Praktische Chemie  
Anszng au8 Archiv dea acienc. -Bibl. nniv. Aofit 1867.) Bekanntlich enthalten mehre Mineralien, wie Pyrochlor, Euxenif Aeschynif Polykras und selbst alle Columbite neben Niobssure g r h e r e oder kleinere Mengen Titanahre und es ist bis jetzt nur ein heisser Wunsch der Analytik geblieben, die beiden Sluren scharf von einander zu trennen. Denn die Schmelzung mit sanrem Kalisulfat mhrt nicht zu diesem Ziele, mag man rnit H. Rose die Schmelze rnit h l t e m oder nach Hermann mit heissem Wasser
more » ... t heissem Wasser behandeln. Auch die Scheidung durch Schmelzen rnit kohlensaurem Natron ist unvollkommen und Hermann's Behauptungvon dervt3lligenUnloslichkeit des titansauren und der Uslichkeit des niobsauren Natrons ist nicht richtig. Doch ltlsst sich nach diesem Verfahren , wie der Vf. spiiter reigt , eine Berechnung allenfalls anstellen. Die beste Trennungsmethode wilrde sich nach des Vfs. frilheren Angaben (dies. Journ. 97, 453) auf die verschiedene Uslichkeit des Kaliumtitanfluorids und Kaliumoxytluoniobats stiltzen, wenn sie nur nicht zu langwierig und an kleinen Mengen unausnihrbar wiire. Die grbssten UebelstYnde bei den Trennungsversuchen liegen darin , dass gegenilber gewissen Reagentien, durch welche sich NiobsBure und Titanssure, jede fur sich , vollkommen scharf von einander unterscheiden, die beiden Sliuren im Gemenge mit einander ganz anders verhalten. Eine schwefelsaure Usung der Titanslure bleibt klar , bis sie auf das Gfache Gewicht rnit Wasser verdilnnt wird, eine ebensolche der Niobsiiure trUbt sich schon bei Zusatz eines gleichen Gewichts Wasser. Aber wenn man zur klaren schwefelsauren Niobsfiiire etwa eben so vie1 Titanslure Mnzusetzt , so muss
doi:10.1002/prac.18671020170 fatcat:q4ldx5lahjb6flgae6ubjtsy6e