Aasta M.B. Bjørkøy, Rut Hemstad, Aina Nøding, Anne Birgitte Rønning (Red.): Litterære verdensborgere. Transnasjonale perspektiver på norsk bokhistorie 1519–1850. Oslo: Nasjonalbibliotek 2019, 243 S [article]

Michael Schmidt, Humboldt-Universität Zu Berlin
2021
Tromsø) über: Aasta M.B. Bjørkøy, Rut Hemstad, Aina Nøding, Anne Birgitte Rønning (Red.): Litteraere verdensborgere. Transnasjonale perspektiver på norsk bokhistorie 1519-1850. Oslo: Nasjonalbibliotek 2019, 243 S. Im vergangenen Jahr 2019 erschien in Oslo ein starker Sammelband mit Beiträgen zur norwegischen Buchgeschichte von der Post-Inkunabel-Zeit bis in die Zeit um 1850. Herausgegeben wurde das Buch unter der Schirmherrschaft der Norwegischen Nationalbibliothek von vier Editorinnen, die
more » ... s als Bibliothekarinnen dort, teils als Wissenschaftlerinnen an der Universität Oslo tätig sind. Die einzelnen Beiträge werden hier etwas ausführlicher besprochen, weil sie zur Weiterarbeit an den sehr vielfältigen Themen oder etwa auch zu einem Vergleich mit den ganz anders gearteten Verhältnissen etwa auf Island einladen. Literarische Weltbürger. Transnationale Perspektiven auf norwegische Buchgeschichte 1519 -1850, lautet der Titel ins Deutsche übersetzt. Transnational sind indessen auch die Perspektiven innerhalb der norwegischen Buchgeschichte. Als 1519, also erst am Ende der Post-Inkunabel-Zeit, die ersten beiden Bücher erschienen, die den Anfang einer norwegischen Buchgeschichte markieren, handelte es sich um lateinischsprachige Bücher für den Mess-bzw. den Priestergebrauch, die in Paris und in Kopenhagen gedruckt worden waren. Das Missale Nidrosiense und das Breviaria Nidrosiense, benannt nach dem Bistum Trondheim, wurden auf Veranlassung Erzbischof Erik Valkendorfs gedruckt, dessen Wappen und Initialen die Titelseite, die noch kein Titelblatt im modernen Sinne ist, ziert und der auch ein Vorwort zu dem klein-oktaven Brevier beigesteuert hat. Unmittelbar norwegisch an ihnen ist also das Mäzenat, vermutlich die Finanzierung und nicht zuletzt der Wirkungskreis, wobei allerdings der auffällige Plural des Titels möglicherweise dem Umstand Rechnung trägt, dass das Brevier auch für die beiden isländischen
doi:10.18452/23490 fatcat:cfmnbceio5a6bb2x5yp2numktu