Desinfectionskapseln in Verbindung mit den üblichen Luftdoucheapparaten

E. Zaufal
1881 European Archives of Oto-Rhino-Laryngology  
Bekannt ist der seh(ine Versueh Tyndall's 1), den Lister zur Begrtindung seines antiseptisehen Verfahrens benutzte. Tyndall bewies damit~ ,in welcher votlkommenen Weise Watte die Luft yon ihren Staubtheilehen durehseiht. El" trieb zu dem Zweeke mit einem Blasebalge~ dessen Mundsttiek reichlich mit Watte bedeckt war, Luft gegen den Lichtstrahl, der~ sonst yon den beleuehteten Stanbtheilchen weiss hervortretend, an der Stelle, an welcher ihn dieser Luftstrom traf, voltkommen dunkel erschien.
more » ... nkel erschien. Daraus musste sich nothwendig der Gedanke heraus-schi~len, ob nieht Watte auch mit Vortheil sieh bei dem antiseptisehen Verbande verwerthen liesse" etc. Diese Thatsaehe, dass Luft durch eine dieke Lage Watts getrieben, yon allen Staubtheilchen (anorganiseher oder organiseher Natur) vollstiindig gereinigt wird, bentitzen wit ja sehon vielfiiltig therapeutisch in der Form der allgemein verbreiteten Respiratoren. In der Ohrenheilkunde haben bisher v. T r 8 1 t s e h und Sehwartze versueht, die zur Luftdouche verwendete Luft der Compressionspampe yon den griibsten Verunreinigungen zu beti'eien. v. Tr(iltsch 2) sagt: ,Zu einer Zeit, als der Ofen meines Zimmers 8i~ers rauehte, befesfigte ich im obersten Theile der Glasgloeke unmittelbar unter dem Austritthahne einen grossen stark zusammengedrtiekten Badesehwamm~ damit die Luft vor dem Ausstrifmen in den Katheter noch einer Filtration unter-1) Dr. O. Thamhayn, Der antiseptische Verband. Leipzig 1875. 2) Lehrbuch der 0hrenheilkunde. VI. Aufi. S. 228. hrohiv L Ohrenheilkunde. XVIL Bd. t
doi:10.1007/bf01808844 fatcat:bdtjcn3pnrfd5hlnefrukqmvri