Review: Die Kaiferurkunden der Provinz Westfalen 777-1313; I. Band: die Urkunden des Karol. Zeitalters 777-900 [review-book]

1869 Historische Zeitschrift  
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Eine dankenswcrthe Darstellung dessen, was aus den s?r die deut schen agrarischen Verh?ltnisse nicht unwichtigen Neubruch Bezug hat, namentlich des Rechtes zu roden. Neu ist besonders die Ausf?hrung, da? bei mehreren deutfchen St?mmen dem K?nig kein Recht an w?stem Lande zugestanden, sondern die Rodung frei gewesen, nur sind die daf?r angef?hrten Stellen nicht ganz ?berzeugend. In einer Urkunde, die hierauf Bezug hat, ist der Ausdruck ??s i6Aitim?8 ourrii6ri8? mi?ver standen. Das Wort ist nicht so ungebr?uchlich, wie es S. 12 N. hei?t, fehlt auch nicht im Ducange, fondern ist hier fchon richtig erkl?rt und mit hinl?nglichen Belegen versehen, s?. Henfchel II S. 625. Andere sind beigebracht, Altdeutsche Hufe S. 14. Eine weitere Ausf?hrung h?tte wohl noch das Recht der Gemeindegenossen, in der gemeinen Mark zu roden, verdient. 6. ^. Wilmans, die Kaiserurkunden der Provinz Westfalen 777 ? 1313; I. Band: die Urkunden des karol. Zeitalters 777-900. 8. M?nster 1867, F. Regensburg ^). H. Wilmans hat sich f?r diefe Publication die dreifache Aufgabe gestellt, von den Urkunden der gew?hlten Gruppe, die fast durchgehendes schon fr?her edirt waren, m?glichst gute Texte zu liefern, die in ihnen begegnenden Ortsnamen zu deuten uud endlich den mannichfachen geschicht 1) Da? obiges Buch erst jetzt in dieser Zeitschrift angezeigt wird, verschul det nicht die Redaction, sondern der Referent. Er hoffte n?mlich Gelegenheit zu finden, das von H. Wilmans benutzte archivalifche Material felbst in Augenfchein nehmen und auf Grund solcher Pr?fung einige zweifelhafte Punkte entscheiden zu k?nnen, und schob es deshalb hinaus, die der Redaction zugesagte Anzeige zu schreiben. Da diese seine Absicht sich leider nicht verwirklichen lie?, will er nicht l?nger anstehen, auf die so wichtige Publication aufmerksam zu machen und ver zichtet vorl?ufig darauf, n?her auf alle zweifelhaften Punkte einzugehen. Literaturbericht. 177 lichen Inhalt derselben hervorzuheben und nach allen Seiten zu beleuchten. An K?nigsurkunden aus dem Gebiet und aus der Zeit, wie sie der Titel angibt, boten sich ihm, selbst die F?lschungen mitgerechnet, nur 56 St?cke dar, die sich folgenderma?en auf die einzelnen Kirchen und Kl?ster ver teilen: aus Corvey stammen als ihm urspr?nglich verliehen oder als sp?ter mit Besitzungen an dasselbe gekommen 36 Diplome; aus Her ford 6; aus Paderborn 5; aus Neuen-Heerse 3; endlich je 1 aus Os nabr?ck, M?nster, Metelen, Wildeshausen, Wunstorf und Fulda. Aber an innerm Gehalt steht dieses Halbhundert kaum einer anderen zahlreicheren Gruppe nach. Denn zu dem, was so ziemlich jede unserer K?nigsurkun den, mindestens durch Itinerarsangabe, Nennung dieser oder jener Pers?n lichkeit oder durch ihren Nechtsinhalt, f?r allgemeine deutsche Gefchichte beisteuert, kommt hier in der Mehrzahl der F?lle noch dieses, da?, was in erster Linie zur Auskl?rung localer Verh?ltnisse dient, in Folge des engen Zusammenhangs der s?chsischen Geschichte im 9. Jahrhundert und dar?ber hinaus mit der Reichsgeschichte, auch auf die letztere ein neues Licht wirft. Darin lag f?r H. Wilmans die Veranlassung, den Com mentaren zu den einzelnen Diplomen, die zuweilen wieder zu besonderen Excursen und zur Mittheilung weiterer Belege f?hrten, eine Ausdehnung von fast 500 Seiten zu geben. Nnd da ist nun gleich das r?hmend hervorzuheben, da? der Herausgeber oder Verfasser dieses Buches, in gleicher Weise mit allen Fragen der localen und der allgemeinen Ge schichte vertraut und auf dem einen und dem andern Gebiete ein l?ngst bew?hrter Forscher, den Zusammenhang der Dinge stets im Auge behalt ten und uns mit seinem Urkundenbuch einer einzelnen Provinz einen statt lichen und inhaltreichen Band von Forschungen zur deutschen Gefchichte geliefert hat. Seine Arbeit ber?hrt sich mit allen denen, die von Deutsch land im 9. Jahrhundert oder von Sachsen in dieser und in den folgen den Zeiten handeln, wenn er, um hier nur einiges aufzuzahlen, Unter suchungen anstellt ?ber den Stammbaum, die Besitzungen und Stiftungen der Nachkommen Widutmds oder der Liudolfinger oder der ?lteren Vil lunger, ?ber die Ans?nge von Corvey, Herford, Hameln und andere
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