Gärungserscheinungen

H. Will, Max Müller
1915 European Food Research and Technology  
bis 556). GKrungserscheinungen. 0. Mohr: Die Wfirmeentwickelung bei der G/irung und bei enzymatisehen Vorg/ingen. (Woehenschr. f. Brauerei 1914, 31~ 394--200 und 412 -4 l 7.) --Verf. kritisiert zun~tchst einige Ausffihrungen yon R u b n e r in dessen Werk: "Die Ern~hrungsphysiologie der ttefezelle bei der atkoholisehen G~irung." Die rechnerischen Grundlagen, welche Rubner zur Bestimmang der Gi~rw/irme benutzt hat, haben einige sehr bedenklieh schwaehe Stellen in der Mikrokalorimetrie und
more » ... rimetrie und schr/inken die Verwendbarkeit dieser sonst so eleganten Methode ein, wenigstens sofern man sie zur Ertan~ung absoIut genauer Zahlenwerte benutzen will. Dagegen leistet die $~ethode sehr wertvolle Dienste, wenn man nur vergleiehende Werte erzieIen will oder wenn es sieh um ~¢[essung einfacherer chemischer Vorg~age, vor allem Enzymreaktionen, haadelt, bei denen keine unkontroltierbaren Nebenreaktionen verlaufen und bei denen auch die Temperatursteigerungen sich in engeren Grenzen ha|ten ats bei der G/irung. --Verf. gibt ferner eine kurze lJbersicht fiber eine Reihe yon Versuchen, zu welehen er dureh die Rubner'schen VerSffenttiehungen angeregt worden ist, und die einmal die Messung yon Giirw~rme und das andere Mal die Messung der W~rmeentwlckelung bei Enzymreaktionen zum Gegenstand haben. Die Versuehsanordnung war wesentlich einfaeher als bei t:tubner: Fiir 1 g Saccharose berechnet sieh eine G/irw/irme yon 133 g-Kalorien, wenn man die Rubner'sche G~trungsgieichung zugrunde legt. Rubner hat bei seiner Versuchsanordnung einen etwas hSheren ~Vert gefunden, im Durchsehnitt 149,5 g-Kalorien. Es ist aber zu beaehten, da6 der vom Verf. gefundene Wert die reine Giirungswgtrme darstellt, da die Messungen nach erfolgter Inversion der Saccharose gemacht wurden, w~hrend in dem Rubner'schen Wert die Inversionsw/irme mit enthalten ist. Die gefundenen Werte kSnnen nur als Niiherungswerte betrachtet werden. --Thorium X scheint eine geringe verzSgernde ~Virkung auf die G~irung ausgefibt zu haben. ~ Bei einem G~rversueh mit Invertzucker trat auch die yon Rubner beobachtete Erseheinung auf, dal~ dem Temperaturanstieg infolge der einsetzenden G/~rung eine, wenn auch sehr unbedeutende Temperaturerniedrigung vorausging. Es muI~ sieh also zu Beginn ein endothermer Vorgang abspielen. -
doi:10.1007/bf02036713 fatcat:27ul22quezeu7aoetapgyvfwzi