Flechten aus Armenien und dem Kaukasus

J. Steiner
1899 Plant Systematics and Evolution  
292 ffrivaldskyana (---M. balcanica) hat zweimal gr(issere BlOten, rosenrothe Corollen (die M. yon Stanimaka hat kleine, weisse Corollen mit zwei rothen Flecken), eine busehige Infiorescenz, un~ gefiihr kahie Kelehe, niedrige, donne, zahlreiehe Stengel (die M. yon Stanimaka bis 80 em lange, sp~rliehe Stengel), kahle BlOtter, spi~rliche DrOsen u. s. w. Die M..Frivaldskyana ist sehwach aro~ matiseh, wi~hrend die Micromeria yon Stanimaka ungemein stark und angenehm rieeht (noch starker uls M.
more » ... starker uls M. origanifolia aus Dalmatied). Die M. Frivaldskyana gehOrt zur Section Piperella, die Micromeria yon Stanimaka zur Section Zygis. Die l)licromeria yon Stanimaka ist mit M. origanifolia Vis. aus Dalmatien sehr nahe verwandt (ieh f0hre diese|be in FI. big., p. 464, auch als solche an), obwohl sie in einigen Merkmalen eonstante Unterschiede aufweist. Die Charaktere d0rften folgenderreassert definirt werden: calycibus semper virentibus, evidenter ]ongius tubulosis, apice conniventibus, terminalibus (ut caeteris) sessilibus, ramis florentibus strictioribus, pilis in fauce calycis albis densis coronam formantibus. Die dalmatinische M. origanifolia Vis. dagegen: ealyeibus brevioribus, latius campanulatis, tandem rubescentibus et dentibus expansis, corona in fauce hullo, ramis florentibus brevioribus, ealyce terminali (in cymis) longiuseule pedicellatis. Ieh bezeichne daher die Pfianze yon Stanimaka als M. origani-/btia Vis. subsp, bulgarica m. Weil dos Verhiiltniss der ~1. Pulegium Roch., M. thymifolia Rchb., M. ,rupestris Wulf., M. oriyanifolia Vis. und anderen aus dieser schwierigen Gruppe noch nieht festgestellt ist, so wage ich es nicht zu behaupten, dass Micromeria yon Stanimaka eine selbsti~ndige Art ist.
doi:10.1007/bf01794335 fatcat:lc43qx6fmrgvje56h6jb3pid4q