II. Abteilung

1894 Byzantinische Zeitschrift  
Obwohl mir eine fortschreitende Trübung der Augen Lesen und Schreiben unmöglich macht, so habe ich gleichwohl Mommsens Doktorjubiläum nicht vorübergehen lassen wollen, ohne dem Jubilar durch eine litterarische Festgabe meine Glückwünsche darzubringen, wie dies durch obige Widmungsschrift geschieht. In diesen Paralipomena habe ich ein Bruchstück einer gröfseren, früher unternommenen Arbeit, die ich meiner Augen wegen aufzugeben genötigt war, mitgeteilt, mit einer ausführlichen Einleitung. Das
more » ... Einleitung. Das Bruchstück besteht in einer Eestitution des Buchs LUC der Basiliken, welches uns in Handschriften nicht echt überliefert ist. Es zerfällt in 8 Titel. Titel 1-7 umfassen das Seerecht, Titel 8 betrifft den Weinhandel. Für diese anscheinend sehr sonderbare Nebeneinanderstellung habe ich eine sehr einfache Erklärung gegeben, welche als Ausgangspunkt für weitere Forschungen über das System der Basiliken dienen mag. Die Einleitung bespricht die mancherlei Mängel der Heimbachschen Ausgabe der Basiliken und insbesondere die nötigen Ergänzungen derselben, welche ich meiner ältesten Tochter aus dem Gedächtnis in die Feder diktiert habe. Grofskmehlen. C. E. Zachariae von Lingenthal. A. Dmitrijevskij, Die Klosterregeln des hl. Sabbas. (russ.) Arbeiten (Trudy) der Kiewschen Geistlichen Akademie. 1890. Januarheft S. 170-192. Kyrillos von Skythopolis (Cotelier, Eccles. graec. monum. p. 353) berichtet in seinem Leben des hl. Sabbas, des berühmten Asketen und eigentlichen Begründers des Klosterlebens in Palästina (f 524), dafs der Heilige auf seinem Sterbebette den Meletos zu seinem Nachfolger ernannt und ihm die in seinen Klöstern eingeführten Eegeln ( ) schriftlich übergeben habe mit dem Gebot, sie unabänderlich zu beobachten. Diese Regeln galten bisher für verloren und man nahm gewöhnlich an (vgl. den Liturgisten Simeon von Thessalonich im 15. Jahrh. bei Migne Bd. 155 p. 556), dafs das sogenannte Jerusalemer Typikon des hl. Sabbas (vgl. Byz. Zeitschr. 344), das später nach Konstantinopel kam, hier im 12. -13. Jahrh. mancherlei Umarbeitungen unterzogen wurde und dann in den allgemeinen Gebrauch der orthodoxen Kirche überging, sich aus ihnen Brought to you by | provisional account Unauthenticated Download Date | 6/22/15 8:08 AM
doi:10.1515/byzs.1894.3.1.167 fatcat:shwvcyx62fhtlkmzt5zjy27t3q