Ueber Löslichkeitsverhältnisse des Chromchlorids und des Eisenoxyds

Ch. Barreswill
1845 Journal für Praktische Chemie  
B arr e s w ill : U e b e r Lijs l i ch k e i t sv e r h i l t n i s s e d e s Diese Mittheilungen erinnern an diejenigen, welche B e r t h i e r schon vor langer Zeit in Betreff der Schmelzbarkeit von Salzgemengen kennen gelehrt hat; eben SO ist bekannt, dass ein Gemenge von Kali und Natron leichter schmilzt als jeder einzelne der Kiirper. Ich habe hiernach das schwefelsaure Natron durch schwefelsaures Kali ersetzt und in der That ein noch leichter schmelzbares Gemisch erhalten, allein es
more » ... ten, allein es hatte den Uebelstand, sich beim Erkalten zu sehr zusammen zu ziehen, so dass es die Substanz, die es vor Luftzutritt schiitzen sollte, hei einer noch zu hohen Temperatur entbliisseii kiinnte. Es ist noch zu bemerken, dass von drei Gemischen mit Kalisalz statt des Natronsalzes, die wie die vorigen nach Atomen genommen waren, das Verhiiltniss K 0 , S 0, + Na C1 das am leichtesten schmelzbare Gemisch gab. Wenn man schwefelsaures Eisenoxyd schwach gliiht , so wird es , wie dieses allgemein bekannt ist , weniger in Wasser Ioslich. Es ist mir aber nicht bekannt , dass die merkwiirdige Eigenschaft desselben , sich augenblicklich in schwefelsaurer Eisenoxydullosung aufzulosen, irgendwo heschrieben sei. Schon seit einem Jahre hatte ich diese Erscheinung wieder. holt bei der Darstellung des blauen schwefelsauren Eisensalzes beobachtet. Ich beriicksichtigte sie aber nicht weiter, weil ich sie durch Bildung eines Doppelsalzes hinliinglich erklart hielt, bis ich durch die Abhandiung P d 1 i g o t's aufmerksam wurde, worin er die merkwiirdige Loslichkeit des violetten Chromchlorids, durch eine fast unwiigbare Menge des Chlorurs bedingt, bekannt machte. Ich nahm mir vor ausziimitteln, ob die Aufloslichkeit des schwe-
doi:10.1002/prac.18450360108 fatcat:u5r7qf2vfvcippfo62gkqep6pu