Kennzahlensystem für nicht-medizinische Leistungen in Spitälern (KensyS) : Grundlagendokumentation

Nicole Gerber, Ilyas Kirecchi
2020
© 2020 ZHAW, Abstract Die Leistungserbringung in Spitälern befindet sich im Wandel. Es gilt medizinische und nichtmedizinische Ressourcen nachhaltiger einzusetzen um im Wettbewerb bestehen zu können. Um dieser Herausforderung systematisch und effektiv begegnen zu können, braucht es ein umfassendes Controlling und somit standardisierte Daten und sinnvollen Vergleichszahlen. Beide sind aktuell in Spitälern -insbesondere im nicht-medizinischen Bereich -nur bedingt verfügbar. Somit ist die
more » ... it ist die Grundlage für eine systematische Effektivitätssteigerung nicht vorhanden. Das Ziel war daher die Entwicklung eines praxisorientierten Kennzahlensystems für das Messen und Steuern von nicht-medizinischen Leistungen in Spitälern. Dabei sollten einerseits wenige, systematisch ausgewählte und aufeinander abgestimmte Messgrössen bestimmt und ausgewählt werden. Andererseits sollte eine Systematik gewählt werden, welche möglichst einheitlich in unterschiedlichen (Fach)Bereichen angewendet werden kann. Basierend auf Literaturrecherchen, Experteninterviews und -workshops wurde das Kennzahlensystem für nicht-medizinische Leistungen in Spitälern (KensyS) entwickelt. Die Grundlage bilden erstens die Balanced-Scorecard-Perspektiven «Finanzen», «Kunden», «Prozesse» und «Entwicklung», zweitens EFQM-Ansätze in Bezug auf Qualitätsaspekte und drittens Grundlagen aus dem Kennzahlensystem für nicht-medizinische Supportleistungen in Spitälern (KenkaS). Als Darstellung wurde das Netzwerkdiagramm gewählt, in welchem die Plan-Ist-Vergleiche der unterschiedlichen Perspektiven einheitlich zusammengefasst werden können. Mit KensyS können Resultate bedarfsgerecht innerhalb des eigenen Fachbereichs, in Bezug auf den übergeordneten Bereich oder in Bezug auf die ganze Organisation dargestellt werden. Die Gesundheitsorganisationen werden aufgefordert, KensyS in der Praxis einzusetzen und Erfahrungen und Erkenntnisse mit der Autorenschaft und der Benchmarking Community zu teilen, um in einer nächsten Entwicklungsrunde eine Feinjustierung vornehmen zu können hin zu einer höheren Branchen-Maturität.
doi:10.21256/zhaw-19745 fatcat:kdlqta3havatfanh3gldrkmyd4