Zur Bestimmung der Dauer electrischer Schwingungen von grossen Perioden

J. Bergmann
1898 Annalen der Physik  
2. Versuchsanordnuag. Theorie der eleotnschen Bchwiagungen bei der Entladung eines Condensators. Electrische Schwingungen kann man sich verschaffen, indem man in einer Drahtrolle einen Magneten oder eine zweite Drahtrolle rotiren lasst. Erfolgt die Rotation mit constanter Winkelgeschwindigkeit , so haben die Schwingungen constante Amplituden. Andere Versuche waren, einen Condensator von einer Stromquelle aus, etwa mit einer Inductionsrolle oder einer Kette, zu laden, ferner einen geladenen
more » ... inen geladenen Condensator zu entladen. Sowohl in der Lade-, wie in der Entladeleitung verlauft die Bewegung der Electricitat oscillatorisch, wenn in der Anordnung die Constanten der Leitung : Widerstand, Capacitit und Coefficient der Selbstinduction , die nothwendigen Bedingungen erfiillen. Anf diese Weise entstehen gedampfte Schwingungen. Ich habe die Periodenzeiten von Schwingungen der letzteren Art gemessen und zwar an Entladungsstromen. Die Versuchsanordnung war diejenige, welche Siemens getroffen hat, um den Isolationswiderstand von Kabeln zu priifen. Die Fig. 1 veranschaulicht die Anordnung. In ihr bedeutet C einen Condensator, K eine Kette, R eine Drahtrolle. Zur Erde sind abgeleitet: ein Pol der Kette, eine Belegung des Condensators und ein Ende der Rolle. Eine in B befindliche zrde Vorrichtung bedient die beiden Contacte 1 Fig. 1. und 2. Wie angegeben, verbindet der Schluss von I die zweite Belegung des Condensators mit dem zweiten Kettenpole, sodass von der Kette aus die Belegung geladen wird. Wenn man darauf den Contact I unterbricht und 2 schliesst, so wird die geladene Belegung mit der Erde verbunden, und die angesammelte J J )
doi:10.1002/andp.18983000405 fatcat:sugwponnqveupa6jtqbgv4dzc4