Zur Lehre von der Retroversio uteri gravidi

Sigmund Gottschalk
1894 Archiv für Gynäkologie  
Mit 1 Abbildung auf Tafel VIII). In den verschiedenen Lehr-und Handbfichern der Geburtshfilfe selbst neuester Zeit wird zwischen der Retroversio uteri gravidi und der Retroflexio uteri gravidi nicht scharf unterschieden. Fast durehweg finder sich hier die Meinung vertreten, dass der Retroversio ais dem geringeren Grade der Rfickwirbneigung eine geringere klinische Bedeutung innowohne wie der Retroflexio. So lesen wir beispielsweise in der neuesbn Auflage des SchrSderschen Lehrbuches S. 441:
more » ... rbuches S. 441: "Die Retroversio ist als bleibende Lagever~nderung des Uterus nicht sehr h//ufig. Der Fundus ]iegt dabei in der Mehrzahl der F~lle tief unter dem Promontorium. Tritt Gravidit~t ein, so richter sich tier waehsende UteruskSrper yon selbst auf. Wird or ausnahmsweise hieran verhindert und his Ende des 3. oder his zum 4. Monat unterhalb des Promontorium zuriickgehalten, so dass or zu Einklemmungserseheinungen Veranlassung giebt, so ist in dot Regel seine Textur inzwischon so schlaff geworden, dass die Cervix sieh nieht naeh oben richter, wie sie es thun mfisste, wenn nur eino Version vorhanden wgre, sondern dass die Cervix sich abknickt und die Vaginalportio entweder gegen die Symphyse odor noch h~ufiger nach unten sieht. Es schliesst sich dann die Retroversio eng an die getroflexio an." Dieser Auffassung will ich eine andere gegeniiberstellen, welche
doi:10.1007/bf01797319 fatcat:gk7zduig3fc6pl5xymggvtvnoe