Zum Verhalten ammoniakalischer und alkalischer Kupferlösungen

Moritz Kohn
1921 Chemical Monthly  
Vorgelegt in der Sitzung vom 10. M~irz 1921) Vor langer Zeit hat Fischer 1 beobachtet, dal3 wg.sserige ammoniakalische Kupferoxydl6sungen durch Arsen wenig reduziert werden. Man kann sich jedoch leicht iiberzeugen, dat~ das Gegenteil zutrifft. Beim Schtitteln ammoniakalischer KupferlSsungen mit Arsen bei gewShnlicher Temperatur erfolgt rasch Entfg.rbung unter Bildung der Kuproverbindung; indes geht die reduzierende Wirkung des Arsens bald weiter, der Kupfergehalt der LSsung nimmt ab, indem das
more » ... immt ab, indem das Arsen Kupfer bindet. I. 5crn s CuSO4-L6sung , enthaltend 1"2514g-CuSO4~-5H20 wurden mit 5g gepulvcrtem Arsen und 60 cm s konzentrierten w~.sserigen Ammoniaks in eine RShre eingeschmolzen, bei gewShnlicher Temperatur bis zur Entf~rbung geschiittelt und nachher im siedenden Wasserbade 1 Stunde erhitzt. Nach dem Erkalten wurde die RShre geSffnet, die Fliissigkeit im Goochtiegel abgesaugt und der Rfiekstand rasch mit wenig Ammoniak nachgewaschen. Das Filtrat wurde auf dem Wasserbade eingedampft, der Abdampfriickstand mit Wasser iibergossen und neuerlich eingedampft. Dann wurde mit Salz-s~ure aufgenommen und die LSsung mit iiberschiissiger Kalilauge in der Hitze gefiiltt, wobei Ammoniak entwich und Kupferoxydul zur Ausseheidung kam. Dasselbe wurde abfiltriert und nach dem Trocknen und Gliihen an der Luft als Kupferoxyd gewogen. So wurden 0'0560 2" CuO erhalten. Das entspricht 0"1756g nicht ausgef~illtem CUSO4-/-5 H20 , d. i. 14"040[0 der ursprtinglich vorhandenen Menge. II. 2 cms Cu SO4-LSsung, enthaltend 0" 5006g CuSO4--I-5H20 , 7 g Arsen, 60 cm~ konzentriertes wiisseriges Ammoniak wurden in eine RShre eingesehmolzen, bei gewShnlieher Temperatur bis zur Entf~trbung geschiittelt, hierauf noeh 2 Stunden im siedenden Wasserbade erhitzt Naeh dem Erkatten wurde die 1 Poggendorfs Annalen (8) 1826; 492.
doi:10.1007/bf01829968 fatcat:izc4ywxbsfdsldv4lehmj2vwgy