Eine neue Stütze der Helmholtz'schen Resonanztheorie

Wittmaack
1907 Pflügers Archiv: European Journal of Physiology  
Von den Theorien, die liber die Art der Schalllibertragung auf das Corti'sche Organ aufgestellt wurden, hat die bekannte Helmh oltz'sche Resonanztheori› sich in 9 ihrer Einfachheit und Klarheit wohl noch immer den gr0ssten Anhi~ngerkreis bewahrt. Es wlirde den Rahmen dieser kleinen Mitteilung weit liberschreiten, wollte ich auf alles das hier eingehen, was for und wider diese geistreiche Theorie angefi]hrt worden ist. Solange indessen unsere Anschauungen hierliber vorwiegend au 9 theoretischen
more » ... au 9 theoretischen Erwiigungen und mathematischen Berechnungen beruhen, wird es auch dem begeistertsten Anhi~nger dieser Theorie schwer mSglich sein, zwingende Beweise far ihre unzweifelhafte Richtigkeit zu erbringen. Ich m0chte daher ira iblgenden auf einen meines Wissens noch n 9 betretenen Weg zur experimentellen Prli 9 der Richtigkeit dieser Theorie hinweisen, auf den ich anli~sslich meiner experimentellen Untersuchungen liber die Schi~digung des Goe organs durch Schalleinwirkung gestossen bin. Ausgehend von der bekannten Tatsache, dass sehr intensive kurzdauernde Schalleinwirkung (Knall, Pfiff oder dgl.), wenn sie in unmittelbarer NiChe der Ohrmusche] erfolgt, HSrst0rungen ganz charakteristischer Art zu hinterlassen pflegt, habe ich versucht experimentell bei Meerschweinchen analoge Schadigungen des Geh0rs hervorzurufen, um liber den pathologischen Prozess, der sich hierbei ira GehSrorgan abspielt, Klarheit zu erhalten. Eine meiner ergebnisreichsten Versuchsreihen hatte ich so gestaltet, dass ieh eine schrille Trillerpfeife anfi~ngs ti~glich, spiiter jeden 2.--3. Tag ca. 4 Wochen hindurch liber einen kleinen in den Gehi~rgang des Tieres eingefiihrten Glastrichter mit voiler Kraft meiner Lungen schnell
doi:10.1007/bf01679489 fatcat:rgki5upgqbfavehl7ebcrwsutm