Geoffrey Keynes, The Apology and Treatise of Ambroise Paré, Containing the Voyages made into Divers Places, with many of his Writings upon Surgery. 227 Seiten. Falcon Educational Books, London 1951. 15 s

H. Fischer
1954 Gesnerus  
Persönlichkeit gibt Fulton eine lebensvolle Darstellung. Den Beschluß bilden Ludwig Choulant und William Osler, dessen berühmte Bibliothek (Bibliotheca Osleriana) eine hervorragende bibliographische Bearbeitung durch Francis R. H. Hill und A. Malloch (1929) erfahren hat. Alles in allem macht uns Fulton mit einer Fülle von teils bekannten, teils völlig oder nahezu unbekannten medizinischen Bibliographen und ihren Werken bekanntletzteres auch in Form von 37 dem Buch beigegebenen Abbildungen. Der
more » ... ibliographische Wert des Buches wird noch erhöht durch Anhänge, in welchen die bibliographischen Werke Conrad Gessners und Albrecht von Hallers, Ludwig Choulants (alle Werke) und weitere bibliographische Daten zusammengestellt sind. Wie alles, was Fulton schreibt, ob physiologischen oder medizinhistorischen Inhalts, so ist auch dieser kleine Abriß von der lebendigen Spannung und exakten Beziehungsfülle getragen, die den Autor auszeichnen. H. Fischer 4. Geoffrey Keynes, The MjpoZogy and 3Veali.se o/ Hmfcroise Paré, Containing the Voyages made into Divers Places, with many of his Writings upon Surgery. 227 Seiten. Falcon Educational Books, London 1951. 15 s. Aufgabe dieses Buches, das sich den Darstellungen Stephen Pagets (1897), Francis R. Packards (1922), Dorothea Waley Singers (1924), Janet Does (1937) verpflichtet fühlt, ist es, dem englischen Leser Leben und Werk des großen französischen Chirurgen nahezubringen. Daß dabei die HpoZogie et Traité (1585) in den Mittelpunkt des Buches gestellt wurde, braucht nicht näher begründet zu werden, da dieser höchst originelle Bericht uns über Parés Leben und Wirken den besten Aufschluß gibt und ihn als unerschrockenen Kämpfer für die wissenschaftliche Wahrheit gegen eine dogmatisch erstarrte Medizin und als großen chirurgischen Neuerer zeigt. Anschließend gibt das in zeitgenössisches Englisch übersetzte, leicht lesbare Buch Einblick in Parés chirurgische Werke, wobei die Auswahl aus seinem vielleicht wichtigsten Werk über Schußwunden leider etwas zu kurz ausgefallen ist. Gut dokumentiert ist seine neue, hervorragende Amputationstechnik. Daß ein so offener Geist wie Paré der Behandlung mit «Mumia» und «Bezoar» nicht gewogen sein konnte, ist nicht verwunderlich. Letzterer stand als Allheilmittel bei Vergiftungen in hohem Ansehen, und noch im 17. Jahrhundert wurden ihm große «gelehrte» Abhandlungen gewidmet. Das hohe berufliche Verantwortungsgefühl Parés tritt uns im Abschnitt über medizinische Expertisen entgegen, in welchem sein kritischer Geist, seine hervorragende Beobachtungsgabe und vorsichtige Beurteilung der Tatbestände uns eindrücklich bewußt werden, wobei die Kapitel über im Leben oder im Tod beigebrachte Wunden, über lebend oder tot Gehängte, über lebend oder tot ins Wasser Gelangte und das Kapitel über Rauchgasvergiftung (Kohlenoxydvergiftung) besonders hervorzuheben sind.
doi:10.1163/22977953-0110102009 fatcat:uy4336hq2ja3zi2ewouag7iude