Über die Wismutalkalithiosulfate

Otto Hauser
1903 Zeitschrift für anorganische Chemie  
Die ersten Angaben iiber Wismutthiosulfat ruhren von CAF~NOT her. Dieser erhielt aus einer mit Natriumthiouulfat versetzten Ltisung von Wismutchlorid durch Zugabe von Alkohol und Kaliumchlorid einen gelben Niederschlag, dem er die Formel Bi2(S20.J3. 3 K2S,0,.2H0, beilegte, ohne indessen analytische Belege hierfiir zu geben und empfahl ihn zugleich zur qualitativen und quantitativen Abscheidung von Kalium. Seither ist diese ziemlich bemerkenswerte Reaktion ohne Beachtung geblieben. Die
more » ... eben. Die nachstehenden Versuche wurden angestellt, um die Angaben CARNOTS zu priifen, die sich in der Tat als im wesentlichen richtig erwiesen. Weiterhin ergab sich jedoch dabei, dafs die von demselben beschriebene gelbe Substanz einer interessanten Gruppe von Wismutverbindungen angehort, deren allgemeines Verhalten hier LUnachst charakterisiert werden moge. Wenn Losungen von Wismutsalzen mit Alkalithiosulfaten veraetzt werden, so fhrben sie sich allgemein intensiv gelb und unterscheiden sich dann von denen der ubrigen anorganischen Wismutsalze dadurch, d a b sie auch bei sehr weitgehendem Zusatz von Wasser viillig klar bleiben; wird aus einer Wismutsalzlosung durch Wasser erst basisches Salz gefallt und dann Natriumthiosulfat zugegeben, so entsteht sofort eine klare gelbe Ltisung. Es konnen au8 solchen Losungen die betreffenden Salze in festem Zustande erhalten werden, von denen im Nachstehenden folgende beschrieben werden. Compt. rend. 83, 338. 2. anorg. Chem. Bd. 36.
doi:10.1002/zaac.19030350102 fatcat:dwqlqqwfzna5rnzuf72jtjhfgi