Die untere Kutikula desTaxus-Blattes — ein Lichtreflektor

Franz v. Frimmel
1911 Plant Systematics and Evolution  
216 heir auftritt. Vielmehr seheint die Lage der Kotyledonen im Samen das Ma~gebende zu sein. Fig. 3 zeigt einen LRngssehnitt dutch einen keimenden Samen, Fig. 4 einen jungen Keimling, dessen .feeder" aus dem Endosperm herauspr~pariert w,rde. Die Kotylen liegen im Samen (parallel zueinander) dem ,Rficken" des Feeder aufi Diese LageverhRltnisse dfirften die Anisokotylie bedingen. Es herrschen ja hier anseheinend Rhnliebe VerhRltnisse wie bei gewissen Kruziferen, insofern hauptsRchlich bei jenen
more » ... sRchlich bei jenen AngehSrigen der genannten Familie, deren Embryo notorrhiz oder orthoplok is~, die Erscheinung der Anisokotylie zu beobaehten ist. eine histologisehe Struktur auf, deren Bedeutung klarzustellen ich mit nachfolgenden Zeilen versuchen will1). Abb. 1. Querschnitt durch die untere Blattepidermis in der Querrichtung des Blattes. Es handelt sich um papillSse VorwSlbungen der Kutikula ~) der unteren Blattepidermis. Die Kutikula der Unterseite ist yon der der 0berseite dadureh versehieden, da5 im Gegensatze zu der ~latten 0berseite unterseits die Kutikula papillSs erseheint. Die Zellen der Epidermis sind der Langsriehtung des Blattes nach gestreckt, die Au~enwand ist stark k,tinisiert uad mit annahernd halbkugelige, Papillen besetzt, die in der Querrichtung meist zu zweit, in der Langsrichtung etwa zu ftinf bis zehn der Zelle dieht aneinander gedrangt aufsitzen, so da5 die Oberflache nirgends eben ist. Die Spaltsffaungen sind yon wallfSrmigen Erhebungen der Kutikula umgeben, die uns in dem Zusammenhange nicht welter 1) Auf diese Struktur maehte mlch im vorigen 3ahre (1910) meine ge-seh~tzte Studienkollegin Frl. tIelene Sperber aufmerksam und regte reich dadurch an, fiber die Bedeutung derselben mir Klarheit zu verschaffen. 2) Kutikula im kollektiven Sinne yon Kutikula im engeren Sinne und kutinisierten Schichten.
doi:10.1007/bf01631445 fatcat:mzxgnw6sl5akznsal6aps6b64u