Einwirkung von Chlor auf Zimmtsäure

1846 Archiv der Pharmazie  
Einwirkung yon Chlor auf Zimmtsaure. Dr. J. S t e n h o u s e hat in neuerer Zeit seine Arbeiten uber Zirnmtsaure sehr vervollslandigt. Schon fruher hatte er beobachtet, dass Zimmtsaure durch Chlorkalk in Benzoesaure uiid ein Oel urngewandelt werde, welches mit dem Biltermandelol jedoch nur irn Geruch Aehnlichkeit zeigt, ubrigens aber selir verschieden ist; und hat diess nun niiher untersucht. Die dazu nolhige Menge Zimmtsaure bereitete er sich aus fliissigem Storax, welcher zu diesem Zwecke
more » ... zu diesem Zwecke rnit concentrirter Aetznatronlauge langere Zeit gekocht, die erkaltete Flussigkeit mit viel Wasser verdunnt und endlich rnit uberschussiger Salzsaure versetzt wurde. Die Zimmtsaure schied sich mit viel Harz vermischt aus und wurcle durch wiederholte Krystallisation in Wasser gereinigt. Der Verfasser destillirte diese mit einer gesattigten Chlorkalklosung und erhielt, unter Entweichen von Kohlensaure, ein Gemisch aus obigem Oel, Siure und Wasser bestehend. Das OeI war schwerer als Wasser, von brennendem Geschmacke und eigenthumlichem, an Bittermandelol erinnernden Geruche. Nachdem es zur Entfernung der anhangenden Saure rnit Wasser gewaschen und mit ebranntem Kalk digerirt worden war, reagirt,e es stark Jkalisch. Von Neuem destillirt, ing es anfang-Unhrystallinische zeugt dagegen. -Da jedoch die Elemente beider, so die (Ma) = C4H6 0 5 , und die &, = C4 € I 6 0 4 sehr annahernd sind, so diirfte die Vermuthung gestellt werden, dass beide Sluren verbundenin einer besonderen Gestalt erecheinen, w 6.
doi:10.1002/ardp.18460960119 fatcat:2wx3tfrzfrdmvlll6bt3eqrqtm