Ueber die Verwendung des elektrischen Stromes als W�rmequelle bei trockenen metallurgischen Proben

W. Borchers
1893 Analytical and Bioanalytical Chemistry  
Ein allgemeines Verfahren zur Bestimmung fremder Körper in Flüssigkeiten, speziell im Alkohol, hat E. G o s s a r t 1) auf folgende Thatsache gegründet. Lässt man einen Tropfen einer verdampfbaren Flüssigkeit auf die durch Adhäsion gekrümmte Oberfläche einer Flüssigkeit fallen, so rollt derselbe unter der Bedingung, dass der Tropfen und die untere Flüssigkeit ganz gleichartig sind, erst eine Zeit lang auf der Flüssigkeit hin, während er, wenn die Flüssigkeiten ungleichartiger Natur sind, mehr
more » ... Natur sind, mehr oder weniger rasch in die untere Schicht einsinkt. Die Ursache dieses Verhaltens liegt darin, dass der Tropfen mit einem Dampfpolster umgeben ist, welehes~ wenn die untere Flüssigkeit anderer Natur ist, rasch von letzterer absorbirt wird, so dass der Tropfen einsink L wozu bei gleicher Beschaffenheit beider Flüssigkeiten kein Grund vorliegt. Das Verfahren soll sich namentlich zur Prüfung von Spiritus auf seine Reinheit eignen, indem man auf seine Oberfläche die vermutheten Verunreinigungen auftropfen lässt und beobachtet, wie rasch oder langsam sie einsinken. Ueber die Verwendung des elektrischen Stromes als Wärmequelle bei trockenen metallurgischen Proben berichtet W. Borchers. 2) Der Verfasser hebt vor allen Dingen die Arbeits-, Zeit-und Brennmaterialersparniss hervor, welche sich beim Vorhandensein einer geeigneten Stromquelle aus der Nutzbarmachung des elektrischen Stromes zur Erzeugung der Wärme im I n n e r n der zu erhitzenden Substanz ergibt, und geht dann zur Beschreibung verschiedener Verrichtungen über, welche sich ihm als praktisch erwiesen haben. Von denselben ist zuerst ein Röstapparat zu nennen. Zwischen zwei dickeren Kohlenstäben, die in Haltern stecken, von welchen der 1) Chemiker-Zeitung 16, 1235. 2) Zeitschrift f. angew. Chemie 1892, S. 133.
doi:10.1007/bf01368958 fatcat:72fofikrlzcvdg5ir6ibukrbwa