Ueber das Tricapronylamin

T. Petersen
1857 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
Vor Kurzem haben Dr. G o f s m a n n und ich iiber eine aus dem sauren schwefligsauren Oenantholammoniak beim Erhitzen rnit Kalkhydrat erhaltene fliichtige fliissige Base, welche wir als Tricapronylamin hezeichneten, berichtet. Jenen Mittheilungen wird hier noch Einiges hinzugefigt. Das saure schwefligsaure Oenantholammoniak wird am vortheilhaftesten in kleinen Portionen von etwa 15 Grm. mit 3 Theilen Aetzkalk und 1 Theil Kalkhydrat erhitzt und die Temperatur miiglichst schnell zur geeigneten
more » ... ll zur geeigneten Hohe gebracht; die mit Lehm beschlagene Retorte wurde daher gleich mit gluhenden Kolilen umgehen. Wird in der Mischung der Gehalt an Aetzkalk vermehrt, so wird vie1 Ammoniak entwickell nnd harzige Kohlenwasserstoffe gehen reichlich iiber ; wird aber zu vie1 Kalkhydrat angewendt, so tritt die Oxydation und Zersetzung des Aldehyds nicht vollstiindig ein, man findet vielmehr noch Oenanthol und auch etmas Oenanthylsaure. Sobald hraune harzige Tropfen irn Destillate erschienen, wurde die Destillation unterbrochen. Das ubergegangene gelbe oder braune Oel wurde mehrmals im Wasserstoffstrome rectificirt, so lange es noch eine hellere Farbe annahm. Die Analyse lieferte folgende Resultate : I. O,i47 Grm. gaben 0,4435 Grm. und 0,177 Grm. $€. 11. 0,163 , , n 0,484 n C " 0,208 @. 111. 0,082 " " 0,244 " e ,) 0,103 " g.
doi:10.1002/jlac.18571020305 fatcat:s3qnqjqqnzavtcjptczysyog5m