Beiträge zur Onkologie der Bindehaut

1904 Journal of Cancer Research and Clinical Oncology  
Referate. 379 am ]inken Auge, seit 5 Tagen 5fters heftiges Erbrechen und Fieber. GlaukomatSse Erseheinungen mit kleinem Hypopyon, teilweise eitriger Entz~ndung der Iris~ gelblichem Reflex aus dem Augeninnern, Amaurose. Wegen wiederholter Erkrankung der Lunge tuberkulSse Iridochorioiditis vermutet. Wegen Zunahme der entzt~ndlichen Erseheinungen und des gelben Reflexes Enuk]eation. Danach iiberraschende Besserung des Allgemeinbeflndens. Die anatomische Untersuchung ergab ein mit eitriger
more » ... ng kompliziertes Gliom, das seinen Ausgangspunkt von dem hinteren Abschnitt der Netzhaut nahe der Papille genommen hatte, und zwar wahrseheinlieh yon der inneren X6rnersehicht. Die Tumorzellen waren da, wo sic nieht dutch Eiterinfiltration sehr gesehadigt waren, typisch ftir Gliom; es fehlte aber die sonst so charakteristische .4_nordnung um die @efasse, hauptsachlich wohl infolge der teilweisen Vereiterung der Geschwulst. Gesehwulst und Eiterung hatten entlang den Sehnervenfasern auf den Anfang des 0ptieus tibergegriffen. Die Eiterung war sicher sekundar, wahrseheinlich bildete der Tumor nut den gttnstigen Boden zur Ansiedlung der Eitererreger. ]Die Untersuehung auf l~iikroorganismen war indes negativ. ]Die Eiterinfiltration war in der Netzhaut in der Faserschieht am starksten und hatte bier offenbaryore Tumor abgesehen --begonnen. 81]~ Jahre naeh der Enukleation kein Rezidiv. Otto Sehwarz (Leipzig).
doi:10.1007/bf02097573 fatcat:hxkvngc4orhqve7fd7i777zqbm