Ein Beitrag zur sog. Autoplastik nach der Radicaloperation des Carcinoma mammae

Rudolf Göbell
1902 Deutsche Zeitschrift für Chirurgie  
L. Heidenhain's (1)*) und Style's (2) Untersuehungen tiber die Verbreitungswege des Brustdriisenkrebses, welehe darthaten, dass auch bei nicht mit dem M. pectoralis major verwaehsenen Mammacarcinom die Fascia peetoralis h~ufig sehon inficirt war, haben den eigentliehen Anstoss zur Verbesserung der Operationsmethode bei dieser Affection gegeben. Es haben aber wohl noeh mehr die seitdem gewonnenen praktischen Erfahrungen die Chirurgen veranlasst, die Radiealoperation des Mammacarcinoms immer
more » ... arcinoms immer radicaler zu gestalten. Heidenhain (1) verlangte im Jahre 1889-auf Grund seiner Untersuchungen --bei nieht mit dem M. peetoralis major verwaehsenen Tumoren nur prineipielle Abtragung der oberen Muskelsehieht des M. peetoralis major und Ausr~tumung der Aehselh~hle. Schon 1885 hat tibrigens H elf erich (3) in einem Vortrag "Ueber Prognose und 0perabilit~tt der Mammaearcinome" auf Grund der Erfahrungen, welehe er bei 61 Operationen an 58 Patienten gewonnen hatte, fast die gleiehe Forderung aufgestellt. Naeh H el f erie h's damaligem Aufsatz sollte die Grundfl~tehe der Wunde aueh in den gtinstigsten F~llen der anatomiseh freipr~parirte M. peetoralis m aj or sein; in sehr vielen F~tllen miissten Stiieke des Muskels mit-*) Die in Klammern stehenden Zahlen beziehen sich auf das am Schlusse angefiigte Literaturverzeichniss.
doi:10.1007/bf02816839 fatcat:6jyzagnoabgjphxxd6mo4eo7f4