Die Anwendung der lichtelektrischen Methode in der Astrophotometrie

P. Guthnick, R. Prager
1915 Die Naturwissenschaften  
ut£wic]~ und R. Prager. 5fit der yon Elster und Geitel in so erstaunlieher Weise vervollkommneten ]ichte]ektrisehen Nethode hat die Physik der Astronomie ein Oesehenk dargebracht, dessen Wert man nieht teieht wlrd iibersehii~zen kSnnen. Die neue ]}[ethode, die an Oe;nauigkeit die bisher angewand~en astrophotometrisehen 5[ethoden, wie gezeigt wetdell wird, ganz erheblieh tibertrifft, w~ihrend ihre Objektivit~t gegeniiber der hie ganz zu vermeidenden Subjektivit~t jener fast noeh mehr ins Gewieht
more » ... eh mehr ins Gewieht fgl]t*), wird aller Voraussieht naeh nieht a][ein fiir die Astrophotometrie, sondern aueh fiir andere wiehtige Gebiete der Astronomie, deren Grundlage~l teilweise der Astrophotometrie entstammen, ja mSglieherweise sogar f.iir die Astrometrie reiehe Frtieh~e tragen. Die Verfasser haben es sigh zur Aufgabe gestellt, die hervorragende Brauehbarkeit der liehtelektrisehen ~[ethode dureh Erprobung an einigen A_ufgaben zu zeigen, deren Bewiiltignng mit den vorhandenen astrophotometrisehen Beobachtungsmethoden unm5glieh gewe,sen w~re. ~ber die ersten Ergebnisse, die vor kurzem verSf~ent]ieht werdml konnten-~), sol1 im folgenden beriehtet werden. Die Fig. 1 ist eine der Originalabhandlnng entnommene sehematisehe Darstellung des Apparates. Bei AA ist der Apparat an das Okularende eines Rquatorialen Refraktors von 30 em 0ffnung und 5,1 m Brennweite angesetzt. Bei BB, in der Brennebene des Ob:iektivs, beflndet Rich die Irisblende, die zur Absonderung des zn messenden Sterns yon Naehbarsternen dient. ~iit tIilfe des reehtwinklige:n Prismas C mad des kleinen Fernrohrs D wird der Stern in die Nitre der 0finung der Irisblende gebraeht, worauf das Prisma aus dem Strahlengang herausgezoge~ ¢) Wit sehea Merbei ab vom Selenphotometer, ttas dem liehfelektrisehen Photometer in gewissem Sinne verwandt ist, und rnit dem Ste?~bina sehr sehSne Erfolge erzielt hat. Es ist, zw~r an Oena.uigkeit, nieht abet an Liehtempfindliehkeit der Photozelle vergleiehbar. Die Empfindliehkeit steht bei dmt beiden Methoden im Verh~tltnis von etwa 1:100. Das Selenphotometer kanu da.ber gegenw~trtig nut auf die hetIsten Sterne angew~ndt~ werden. Wegen seiner yon der der Photozelle ggnzlieh abweiehenden spektralen Empfindliehkeit w:are aber eine weitere Ausbildung des Selenphotometers you gro~em WerL s) Photoelektrisehe Untersuehm~gen an spektroskopisehen Doppels~erneu und an Planeten. Von P. g,tth,~isa: und R. Prater. VerSffentliehun~en der Kbnigliehen Sfernwarte zu ]3erlin-Babelsberg,~Band I, Heft ~. wird. 1)as Lieht des eingestetlten Sterns ~llt dann auf die Zelle M in der liehtdiehten Hapsel KK. Der in der Zelle erregte Photostrom wird dutch das Elektrometer W gemessen. ])as Elektrometer hRngt unter der Zellenkapsel in einem Cardanisehen GehRnge und ist yon dem yon Wulf angegebenen Typus (mit gespanntem A -.t G G t L Ze.&~-D Ba~ert~ IV Erde .Z Z f Fig. 1. Sehematisehe Darsteliung des tiehtelektrisehen Apparates. Faden). Der Photostrom wird naeh der Methode der Aufladezeiten gemessen, d. h. es wird die Ge-sehwindigkMt des Aussehlages des EIektromete> Yadens mittels Taster nnd Chronograph dureh Beobaehtung der Zeiten des ~gadendurehganges dureh zwei hinreiehend weit vm,einander entfernte Nw, 19~5. 9
doi:10.1007/bf01546128 fatcat:pmb5jyjxvnfcrodnme3djhuglu