Ergebnisse einer Untersuchung über das Schillern von Federn

Wilhelm Josef Schmidt
1948 Zeitschrift für Naturforschung. B, A journal of chemical sciences  
Symbol 8) ganz im Vordergrund, während z. B. Zelltyp II auch recht oft im rein emittierten Zustand erscheint (Symbol 7). Interessant ist das Ergebnis bei Zelltyp III, wo erst durch die größere Zahl der zu diesem Typ zu rechnenden Zellen in Areal 9 die starke Betonung der Kombination 7 + 8 (s. o.) deutlich wird. 4. Vergleich der Lagerung des Nucleolarchromatins: In Tab. 4 habe ich einige Möglichkeiten dieser Lagerung aus unseren Protokollen herausgezogen. Auf die absoluten Werte ist verzichtet,
more » ... te ist verzichtet, es ist vielmehr die Häufigkeit eines bestimmten Lagerungstypus pro Zelle errechnet. Der Wert 1 würde also besagen, daß die diskutierte Nucleolarlagerung in jeder der 200 untersuchten Zellen zu erwarten wäre. Auch diese Werte ergeben, zumindest nach der Größenordnung, eine auffallende Übereinstimmung in den Arealen. Im einzelnen können wir aus unseren Werten schließen, daß wir den gewöhnlichen Typ des Nucleolus bei der Maus in keinem Zelltyp und in keinem Areal auch nur einigermaßen sicher antreffen (6 29 ) . Die Mengen des zersplitterten (emittierten) Nucleolarchromatins (7) spielen dagegen sowohl frei im Zellkern gelagert (Index 29) wie auch in Form kleiner An-und Einlagerungen (Index 15) oder auch in Form von kleinen An-, Ein-und Auf-lagerungen (Index 17) eine viel beträchtlichere Rolle. Ganz besonders deutliche Unterschiede ergeben sich dabei zwischen den Zellkernen der einzelnen Zelltypen. Die bereits bei der qualitativen Untersuchung erkannten Differenzen zwischen Zelltyp I und II spiegeln sich in den Zahlenwerten deutlich wieder. Der zentral im Zellkern gelegene Nucleolarapparat mit den Zeichen der Emission (10 29 ) findet sich in erster Linie bei Zelltyp I, das kernwandständige emittierte Nucleolarchromatin dagegen besonders bei Zelltyp II. Es würde indessen zu weit führen, alle in der Tab. 4 enthaltenen Zahlenwerte durchzusprechen. Soweit dürfen aber die Ergebnisse präzisiert werden: Neben der rein qualitativen Cytoarchitektonik ist durch unsere Methode zum erstenmal eine über die Karyoarchitektonik durchgeführte quantitative Analyse eines Hirnareales erreicht. Ob die Ergebnisse lediglich im morphologischen Sinn dargestellt werden dürfen, oder ob hinter ihnen auch etwas für die physiologische Analyse des Hypothalamus Bedeutungsvolles steht, können wir noch nicht sicher entscheiden. Die Arbeit wurde durchgeführt mit Hilfe einer großzügigen Unterstützung durch die L e i b n i z -Stiftung für Kunst und Wissenschaft, wofür ich meinen Dank auch hier aussprechen möchte.
doi:10.1515/znb-1948-1-211 fatcat:kxqy6cu6pvagrfmeprk2nlssgi