Zur Pathologie und pathologischen Anatomie der kongenitalen Taubheit

G. Alexander
1904 European Archives of Oto-Rhino-Laryngology  
Assistent der Universit~ts-0hrenkliaik (¥orstan4 Hofrat P~ofessor P o 1 i t z e r) in ~Vien. (Mit 2 Abb. im Text und Taf. lII--VIII.) XVL ALEXANDER dureh 24 Stnnden und Naehhiirtung in 80 Proz. Alkohol (bis zur Schuittftthigkeit). Beide Felsenbeine wurden ia vollkommene Sehnittserien zerlegt (Sehnittdieke 15--20 ~t). Die Hauptserie wurde mit H~imalaun-Eosin~ jeder aehte und neunte Sehnitt nach van Gieson bezw. Weigert-Kulsehitzky gefiirbt. Mikroskopiseher Befund: Reehte Seite. A. Pars superior.
more » ... . A. Pars superior. Bogengange, Ampullen und Utrieulus vollkommen normal gestaltet. Das Epithel der Maeula utriculi an manchen Stellen niedriger als sorest, an anderen auffallend diehte Anordnung der Sttitzzellen mit Verringerung der Zahl tier gaarzellen in derselben Region. Die Cristae ampulIares und die Cupulae verhalten sieh histologiseh vollkommen normal. Alle vier Nervenendstellen etwas kleiner als in der Norm. B. Pars inferior. Saceulus und Ductus renniens sind normal geformt. Die Macula saeeuli, besonders in der Riehtung der L~tngsaehse des Saeeulus verkleinert~ das MaeuIaepithel selbst niedriger als in tier Norm. Statolithenmembran und Statholithen wie an der MacuIa utrieuli vorhanden. Die freie Sacculuswand zeigt sieh dutch Verdiehtung der subepithelialen, perilymphatischen Gewebssehichte verdickt, die strukturlose subepitheliale Zone tlberall fehlend, nirgends Faltenbildungen im Epithe]. Der Yorhofsblindsaek gibt ovalen Quersehnitt. Er ruht, wie Sacculus und Duetus reuniens, auf dem breiten Bindegewebspolster, dutch welches sich das Ligamentum spirale des Schneckenkanales in den ¥orhof fortsetzt. Seine periphere, freie Wand ist gegentiber der Norm verdiekt, und zwar, wie die Sa¢ouluswand, dutch Diekenzunahme der subepithelialen, perilymphatischen Sehieht. An seiner basalen Wand finder sieh die Stria vaseularis bis in den Grund des Blindsaekes fortgesetzt. Sic ist pathoIogiseh derart verandert, daf$ sic stellenweise schm~ler ist als sonst, stellenweise dagegen im Quersehnitte htigelfSrmige, im ganzen also leistenartig in das Lumen vorragende Verdickungen aufweist, welche eingelagerten Blutgef~Ben entspreehen. Diese Blutgef~f~e sind aa einzelnen Regionen wegsam, an anderen obliteriert. Ia denjenigen Regionen 7 in welehen die Stria atrophiseh ist, fehlen die Blutgefiil~e vollkommen~ und die Stria ist daselbst aus zwei Sehiehten, aus ether am Lumenrand gelegenen epithelialen und ether darunfer gelegenen bindegewebigen Zone aufgebaut. Das Epi-
doi:10.1007/bf01808972 fatcat:nnmgekcpvbef7beunbn2gtaxcm