Zur Kenntnis der «Schüttelinaktivierung» des Labs. I. Mitteilung

Signe Schmidt-Nielsen, Sigval Schmidt-Nielsen
1909 Hoppe-Seyler´s Zeitschrift für physiologische Chemie  
Wie wir Ende des vorigen Jahres in einer vorläufigen Mitteilung haben zeigen können, 1 ) gelingt es unter gewissen Umständen, das Labenzym durch einfaches Schütteln unwirksam zu machen. Über dies Phänomen, das, so weit wir wissen, eine bis da nie beschriebene Erscheinung darstellt, haben wir seit dem Frühjahr 1908 eine Reihe von Untersuchungen angestellt, worüber wir im folgenden berichten wollen. Der Ausgangspunkt unserer Untersuchungen war die von uns zufällig gemachte auffällige Erscheinung,
more » ... daß, wenn einige in einem Reagenzröhrchen eingeschlossenen Kubikzentimeter Lablösung (verdünnte Glycerinextrakte auf dem Labmagen des Kalbes) mit der Hand eine oder ein paar Minuten kräftig geschüttelt wurden, die milchkoagulierende Fähigkeit wenigstens um die Hälfte vermindert worden war, wie durch sofort angestellte Koagulationsversuche an Milch gezeigt werden konnte. Durch eine Reihe von hier nicht zu besprechenden Versuchen zeigte sich, daß diese «Schüttelinaktivierung», wie wir das Phänomen bezeichnet haben, nicht auf eine Alkaliwirkung des Glases (sie findet ebenfalls in einem Quarzrohre statt) oder auf Zufälligkeiten zurückzuführen war, sondern ein besonderes Phänomen darstellt, das immer auftritt, wenn neutrale Lablösungen aus Glycerinextrakten vom Labmagen des Kalbes bel ) Signe og Sigval Schmidt-Nielsen, Om mekanisk paavirkning af enzymer. Aarsberetning for det Biologiske Selskab i Kristiania for 1908, S. 40 u. f.; Nyt Mag. f. Naturv. Bd. XLVII. Brought to you by | Purdue University Libr Authenticated Download Date | 6/7/15 12:45 AM Brought to you by | Purdue University Libra Authenticated Download Date | 6/7/15 12:45 AM
doi:10.1515/bchm2.1909.60.6.426 fatcat:ghibnzi47fhyfox5ncrylzpiy4