Tagungsbericht: Zwischen Revolutionsschock und Schulddebatte. Münchner Katholizismus und Protestantismus im 20. Jahrhundert

Angela Hermann
2012
Der interdisziplinäre und überkonfessionelle Arbeitskreis Katholizismus-und Protestantismusforschung wurde im Mai 2010 von Antonia Leugers angeregt. Die Gründungsdirektorin des NS-Dokumentationszentrums München berief daraufhin im Sommer 2010 die Leitung und die Mitglieder des wissenschaftlichen Arbeitskreises, um Grundlagenforschung für das NS-Dokumentationszentrum zu leisten. Gerade die Positionen der christlichen Konfessionen wurden bei vergleichbaren Ausstellungs-und Dokumentationsprojekten
more » ... zur NS-Zeit in der Regel vernachlässigt und höchstens im Zusammenhang mit Widerstand und Verfolgung berücksichtigt. Die interessanten Fragen, wie Mitglieder der beiden christlichen Konfessionen die NS-Bewegung in den 1920er-Jahren wahrnahmen, wie sie die "Machtergreifung" beurteilten, wie sie sich während der NS-Regimephase verhielten und wie sie diese und deren Verbrechen nach 1945 deuteten, werden für den Münchner Raum in diesem Arbeitskreis fokussiert. Dementsprechend stellte der Arbeitskreis auf seiner ersten Tagung eine Auswahl sehr verschiedener und höchst anregender Themen vor. ANGELA HERMANN (München) ging der Frage nach, wie auswärtige Beobachter und insbesondere die Vertreter fremder Staaten die Revolutions-und Rätezeit und deren Protagonisten 1918/1919 in München wahrnahmen. Dabei
doi:10.48603/tg-2012-misz-01 fatcat:phht2dn5kbaznmzlbtdyozxf2u