Chemische Untersuchung des Jalappenharzes

G. A. Kayser
1844 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
Es kommen gewohnlich zwei Sorten Jalappenwurzeln iin Handel vor, aus dcnen das Jalappenharz gewonnen wird. Die eine Sorte, die zuerst in den Handel gcbracht wurde, und noch jetzt am haufigsten angetroffen wird, ist die Radix Jalappae tuberosae seu ponderosae , sie stanimt von Ipomaea Schiedeana Zuccar , einer ani iistlichcn Abhange der mericanischen Anden, in der Gegend von Chiquonquiaco wachscnden und von S c h i c d e entdeckten Pflanze. Die Wurzel kommt im Handel in nufsgrofscn bis
more » ... ofscn bis fauslgrofsen Stucken vor, die bald ganz, bald in Schciben ,zerschnitten, oder in zwei bis drei Theile gcthcilt sind. Die A N s d i c h e derselben ist mehr oder mindcr dunkelgraubraun, runelich und rauh. Sie ist ziemlich hart, von gliinzend harzigem, ebenem Bruch, schwer pulverisirbar. Das Pulver hesitzt cine braunliche Farbe, einen schwachen, abcr eigcnthumlichen Gcruch und einen kratzenden Geschmack. Die zweite Sorte, die vor einigen Jahren in grofser Quantitat linter dein Namen Jalappenstengel, Stipites Jalappae, in den Handel gebracht wurde, jetzt aber vie1 seltener angetroffen wird, is; die Radix Jalappae laevis seu fusiforniis; sic stamnit von Ipomoea orizabensis Pellete, einer in der "ah der mcxicanischen Stadt Orizabu wild wachsenden und durch dcn Apotlielier Lcd r n o i s in Mcxiko bekannt gcwordcncn Art. Dic Wurzel liomrnt im Handel in ein bis drei Zoll langen und andcrtlialb bia zwei Zoll dicken Stiiclrcn vor, die etwas licliter gcGirbt sind, als die Jalappa tuberosa und einc stark faserige Structur habcn ; ihr Geruch und Gcschniack ist dem dcr Jalappa tubcrosa glcich, aber schwiicher. Folgende Namen sind der lpomoea Schiedcalii~ Zuccar voii Annal. d. Clicniie u. Pliarin. LI. lids. 1 . Ilert. (i
doi:10.1002/jlac.18440510105 fatcat:yvqzbdfbbbh5np3t3ix6bvvjuq