Zur Restaurierungsgeschichte des Aachener Doms seit 1945

Lutz-Henning Meyer, ICOMOS – Hefte Des Deutschen Nationalkomitees
2015
Die Beseitigung der akuten Kriegsschäden war die Aufgabenstellung der frühen Nachkriegszeit. So begannen 1949 die Instandsetzungsarbeiten mit der provisorischen Überholung der Dächer, der Neuverglasung des Chores und der Neugestaltung der Chorhalleneinrichtung. Bis Mitte der sechziger Jahre war auch die gänzlich zerstörte südliche Turmkapelle wieder hergestellt. Dann stellte sich das Problem der 1783 durch das Heraustrennen der eisernen Ringanker geschwächten Chorhalle. Immer wieder traten
more » ... wieder traten Risse auf. Diese hatten bereits unter dem Statiker Professor Pirlet zu einer Verbindung der Chorhalle mit dem Oktogon geführt. Pirlet hatte eine Ankerkonstruktion entwickelt, die auf die Mauerkronen beider Bauteile griff. Diese Konstruktion ging von der Idee aus, daß sich die gotischen Pfeiler monolithisch verhielten. Da das Mauerwerk jedoch aus Literatur: D. Hugot, Die Erneuerung des mittelalterlichen Ringankersystems der Chorhalle durch Dombaumeister Dr.-Ing. Leo Hugol. Aachen 1983. Abb. II. Dom zu Aachen, Karlsschrein (vollendet 1215), Zustand 1988 nach der Konservierung. •y L _ J
doi:10.11588/ih.1994.0.21587 fatcat:3k6magzmezgp7p6udocy36r6m4