ETLICHES UEBER STROMMESSUNG

R. J. WITTING
1905 ICES Journal of Marine Science  
VON er Ausfuhrung genauer Strommessungen stehen kaum rnehr irgend D welclie von der inneren Konstruktion der Apparate herruhrende Hindernisse irn Wege. An einem festen Gegenstande aufgehangt, geben die Stromniesser auf massigen Tiefen Angaben, deren Genauigkeit nur von der Sorgfalt abhangt, rnit der Friktionskonstante und Schlagkoeffizient untersucht worden sind, sowie von der Sicherheit, mit der die Richtung der Wasserbewegungen uberhaupt bestimrnbar ist. Das Aufhangen des Strornmessers an
more » ... beweglichen Arbeitsschiffe ist der schwache Punkt der Methode. Da ja die Eigenbewegungen des Schiffes nicht zu verhindern sindhier wird nur das Schwingen, niclit etwaiges Kollen oder Stampfen beachtetwird es unsere nachste Aufgabe sein, diese zu messen. Eine solche Massregel zu treffen, ist unbedingt notig, wenn wir nicht oft ganz illusorische Resultate erhalten wollen. Der ,Schiffsstrom', der von der Bewegung des Schiffes erzeugte Slrorn, erreicht oft dieselbe Grossenordnung, wie der wirkliche Strom, und konstituiert somit in ungefahr gleicher Art wie dieser die observierten Zahlen. Die Genauigkeit, mit der wir die Angaben iiher den herrschenden Strom werden geben konnen, wird also im Allgerneinen ebenso gross oder geringer sein als die, mit welcher der weniger gut bestimnite der zwei Koniponenten bekannt ist. Um diese allgerneinen Erorterungen zu motivieren und den besprochenen Tatsachen eine etwas greifbarere Form zu geben, mag Folgendes angefuhrt werden. Es gelten die Gleichungen s2 = f 2 + h' -2 fh cos ( F H ) f sin ( H S ) = -sin ( F H ) S wenn wir uns denken, dass sich das Schiff wahrend eines Zeitabschnittes niit einer Geschwindigkeit von f cmisec gegen den Azimut Em (von N durch E, S und W gegen N zuriickgerechnet) bewegt, was also eineni Schiffsstrom von f aus F" entspricht, ferner dass der wirkliche Strom sc%ec aus So ist und der observierte hcmlsec aus H". 1) Splter vorgenorninene gleichzeitige Bestirnmungen der Schiffshewegungen mittels dieser und der unten beschriebenen Methode zeigen, dass die hier angenornmenen wahrscheinlichen Fehler nicht zu klein gewahlt worden sind. (Nachtragliche Bernerkung.) at University
doi:10.1093/icesjms/s1.31.3 fatcat:7rixtw7x3feg7i5mqfnbjx24wu