Quantifizierung lokaler Grundwassereintritte in die Spree und deren Bedeutung für die Verockerungsproblematik in der Laustiz

Sven Frei, Fabian Wismeth, Benjamin Silas Gilfedder
2020 Grundwasser  
Zusammenfassung Eine unbekannte, schwer zu bestimmende aber zentrale Komponente in der Verockerungs-Problematik der Spree ist der lokale Grundwasserzufluss. Als Teil dieser Studie wurden mithilfe des natürlichen Tracers Radon ( 222 Rn) die lokalen Grundwasserzuflüsse in die Spree und Kleine Spree im Lausitzer Braunkohlerevier bestimmt. Der gesamte Grundwasserzufluss, für das 20 km lange Teilstück der Kleinen Spree und den 34 km langen Abschnitt der Spree, variierte je nach Messkampagne
more » ... 3.000 und~7.000 m 3 d -1 (Kleine Spree) sowie~20.000 und~38.000 m 3 d -1 (Spree). Entlang der Spreewitzer Rinne, einem vom Tagebauabraum geprägten Aquifer, wurden Flussabschnitte mit besonders hohem, präferenziellem Grundwassereintritt identifiziert (bis zu 70 % des gesamten Zustromes). Für diese Bereiche gelangen große Mengen an gelöstem Eisen aus dem Grundwasser in die Fließgewässer. Basierend auf gemessenen lokalen Eisen-und Sulfatfrachten in beiden Fließgewässern, wurde für das Einzugsgebiet die Menge an zurückgehaltenem Eisen quantifiziert. Für das gesamte untersuchte Einzugsgebiet der Spree liegt die Menge an zurückgehaltenem Eisen durch die Eisenhydroxid-Bildung bei bis zu 120 Tonnen/Tag. Mapping and quantifying groundwater inflow to the Spree River (Lusatia) and its role in Fe precipitation and coating of the river bed Abstract Local groundwater inflow is an unknown but central component for the precipitation and accumulation of iron in the Spree River, Lusatia. In this study, the natural tracer radon was used to map and quantify local groundwater inflows into the Spree and Kleine Spree rivers in the Lusatian lignite mining district. During two measurement campaigns, the total groundwater inflow for a 20 km long reach of the Kleine Spree and a 34 km long reach of the Spree ranged betweeñ 3,000 and~7,000 m 3 d -1 (Kleine Spree) and between~20,000 and~38,000 m 3 d -1 (Spree). Particularly high groundwater inflow was identified (up to 70% of total inflow) along the Spreewitzer Rinne, a local aquifer consisting of excavated mining materials. Along these river reaches, large amounts of dissolved iron are entering the rivers with inflowing groundwater.
doi:10.1007/s00767-020-00452-0 fatcat:oekcb5wsbza6pcxg5djyxj5ote