Hethitische Parallelen zum Namen

A. Gustavs
1913 Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft  
Der Name Uria wird fast stets mit dem Beiwort "der Hethiter" versehen. So II Sam u 3 6 17 21 24 12 9 ίο Ι Reg 155. Nur da, wo er in der Erz hlung mehrfach kurz hintereinander vorkommt, wie II Sam II 6ff., bleibt dieses gentilicium fort Die Kommentatoren sind daher auch allgemein der Ansicht, da es sich in der Tat bei Uria um einen Ausl nder hethitischen Stammes handle. Vielleicht war er als fahrender Landsknecht, der Kriegsruhm und Kriegsbeute suchte, in das Heer und an den Hof Davids gekommen
more » ... nd schlie lich der Sprache, Sitte und dem Glauben nach ein Israelit geworden. Denn -weli Brot ich esse, de Lied ich singe. . "Sein Name wird mit der Annahme des Jahwedienstes ver ndert sein" (BuDDE, D. Buch. Sam. 1962, 5.251). Auch NOWACK (Rieht., Ruth u. Buch. Sarii. 1902, S. 191) weist daraufhin, da er wohl einen israelitischen Namen angenommen habe; ΓΡ"ΉΚ d. i. "Jahwe ist mein Licht." 1 / Es ist nun nicht unbedingt n tig, an eine absichtliche Namensnderung oder an die Annahme eines v llig neuen Namens durch Uria zu denken. Es ist immer vorgekommen und kommt selbst heute noch vor, da fremde Namen hnlich klingenden der eignen Sprache angen hert werden. Denn das Volk hat bei Namen in erster Linie nicht das Streben nach philologisch treuer Bewahrung, sondern das Verlangen, * Neuerdings begegnet dieser Name auch in au erbiblischen Quellen: in den von SAYCE und COWLEY herausgegebenen aram ischen Papyri aus Assuan als ΓΡΊΪΚ an den Stellen B 9; C 2; D 7; G 38; J 2. 4. 5. 13. 17. 20; Mb i; einmal in der Gestalt ίΤϊΙΚ in M*» 3; in den von EDUARD SACHAU edierten Aram ischen Papyrus und Ostraka aus Elephantine in Papyrus IO t ; II χ 12, und auf dem Ostrakon P 11383 Innens. Z. l (SACHAU Taf.6 3 ,i). Die Umkehrung finden wir in dem weiblichen Eigennamen Ί1ΚΠΓΡ, SACHAU, Pap. 30, 2 . Die auffallende Schreibung ΠιΤ f r 1ΓΡ erkl rt UNGNAD, Kleine Ausgabe usw. S. 48, als Schreibfehler, w hrend SACHAU, 1. c. S. 10 oben, f r die Aussprache von VT Folgeningen daraus zieht. Die weiblichen Eigennamen in SACHAUS Ausgabe sind von MAX LOHR zusammengestellt, OLZ 1913, Sp. 103-106.
doi:10.1515/zatw.1913.33.3.201 fatcat:a4lkjty2lndozbv2hwcj2qoaga