Bericht über Patente

Rud. Biedermann
1880 Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft  
Barometerrohrs. Wenn jetzt der Wasserdampf eine constante Temperatur hergestellt hat und die Substanz rerdampft, liisst man durch den wieder geiiffneten Glashahn noch so vie1 Quecksilber ausfliessen, bie das Niveau genau jene Marke im Hauptrohr erreicht hat. Die Hijhe der Quecksilbersiiule im Barometerrohr von der Marke an bezeichnet nun den Druck der verdampften Sutistanz; sie wird multiplicirt mit dem Quotienten aus dern Gewicht der Substanz und der Constanten. Das Ansatzrohr rnit dem
more » ... hr rnit dem Glashahn wird dann Bberfliissig, wenn man sich einer piieumatischen Wanne aus festem Holz bedient, die 10 cm Durchmesser, 7 cm Tiefe und nach unten eine 50 cm lange, 2.5 cm weite Fortsetzung hat. Die Substanz wird in gewiihnlicher Weise in den in der Wanne stehenden Apparat gebracht, die Wanne soweit erhiiht, dass das Quecksilber etwa in der Flalfte des Cylinders und Rarometerrohrs steht und nun wird erhitzt. Sobald die Temperatur constant ist, wird das Rohr so vie1 gehoben, his das Quecksilber geriau bis an die Marke steht und das Barometer, wie vorher, nbgelesen. Die einzige Pehlerquelle liegt in der Unvollkommenheit des Rarometervacuums; sie wird fast ganz beseitigt, wenn man das Rarometerrohr oben in eine Kugel ausblast. -Eiii weiterer Vortheil des Apparats besteht darin, dass das Quecksilber, welches nach Rriihl (dime Berichte XII, 197) durch seine grosse Ausdehnung bei Temperaturen Bber 180° die H o f m a n n ' s c h e Methode ungenau macht, im Cylinder und im Barometerrohr gleichmlssig herabgedrtckt wird. Voltaisches Element &us A l d n i u m von F. Wij h l e r ( A n n . Chew. 204, 118-120). D a das Aluminium dorch concentrirte Salpetersiiure, wie Eisen , passiv wird , kann ein galvanischer Strom von ziemlich bedeutender Starke in der Weise erzeugt werden, dass man in einem gewijhnlichen Hecher ein zu einer Rolle gebogenes Aluminiumblech in sehr verdiinnte Natronlauge oder Salzsaure taucht und in die Fliissigkeit eine poriise Thonzelle mit concentrirter Salpetersiiure und einer zweiten Aluminiumblechrolle hineinsetzt. Durch Verbinden der beiden Bluminiumrollen mit einem feinen Platindraht kann dieser l c b o t t a n ziim Gliihen gebracht werden. Pinner. 474. End. Biedermann: Bericbt iiber Patente. Will. J o n e s M e n z i e s in St. Helens. A p p a r a t zum M a h l e n u n d S i e b e n k a u s t i s c h e r A l k a l i e n . (Engl. P. 4274 v. 21. Oktober 1879.) Nachdem das geschmolzene Alkali erstarrt ist, wird es nocb heiss in die Miihle gebracht, welche unten mit einem Sieb versehen ist. Der Apparat ist mit einer Vorrichtung zurn Erhitzen desselben versehen.
doi:10.1002/cber.188001302178 fatcat:xxlyhxakmjcspl75tgrr55twea