Sprechsaal

1894 Zeitschrift für Assyrologie und Vorderasiatische Archäologie  
Die von SPIEGELBERG, ZA. VIII, 384 f. teilweise veröffentlichte Uebungstafel eines ägyptischen Schülers bietet in den Namen aus der unbekannten Keftosprache einen Text von ungewöhnlichem Interesse. Hier soll zum Gebrauch für Nichtägyptologen eine genaue Umschreibung der Namen folgen. 1 ) Wahrscheinlich stumme Vokale sind eingeklammert. i) Hoffentlich wird SPIEGELBERG Dicht immer auf dem Standpunkt verharren, nur die Konsonanten, nicht die Vokale der syllabischen Orthographie zu berücksichtigen.
more » ... zu berücksichtigen. Diese Methode ist von denjenigen Aegyptologen eingeführt worden, welche das Vorhandensein zahlreicher (bis zu 3O°/o!) stummer Vokale nicht verstehen konnten. Letztere können wir wohl nur bei bekannten semitischen Wörtern und Namen ausscheiden, aber bei aller Unbeholfenheit bleiben die Vokale doch eine wichtige Zugabe zu den Konsonanten. Schliesslich müssten wir in der dem Aegypter als Muster dienenden babylonischen Orthographie es uns ähnlich bequem machen (?) und mit Verwerfung aller Vokale, die ja auch oft schwanken oder stumm sind, auf den Standpunkt von 1849 zurückkehren. E. MEYER (G. Aeg. 249) vergleicht recht passend die Wiedergabe indischer und afrikanischer Namen und Wörter durch sich der Schwache ihrer Orthographie nicht bewusste. Engländer. Der Linguist und Geograph kann solche Transkriptionen auch nur mit strenger vergleichender Kritik benützen, über Bord werfen wird er sie aber doch nicht, wo er nichts Besseres hat. 26* Brought to you by | Simon Fraser University Authenticated Download Date | 6/4/15 5:50 PM
doi:10.1515/zava.1894.9.1.391 fatcat:7habt7cywbeq3c36zv6q7o6s54