Die Grabungen im Südosten der Colonia Ulpia Traiana

Gudrun Gerlach
2020
Zur Grabung vorgesehen war eine Doppelreihe von 3 x 6 m großen Schnitten (s. Abb. 2), zwi schen denen 1 m breite Stege stehenbleiben sollten (Schnitte 79/49-79/53). Durch 1 m breite Testschnitte waren bereits Aufschlüsse über die Stratigraphie des Geländes gewonnen worden. Überall zeigte sich eine etwa 60-100 cm starke Humusschicht unter der heutigen Erdoberflä che, die durchweg bei ca. 21,50 m ü.NN liegt; durch Jahrzehnteoder gar jahrhundertelange Beackerung des Geländes hatte sich diese
more » ... te sich diese sandig-humose Schicht gebildet. Funde lagen in loser Streuung in dem Humusboden, bezeichnenderweise fast ausschließlich Baumaterialien wie Zie gelbruch, Tuffund Grauwackesteine und vereinzelt auch Kalksteinbrocken, offenbar aus der Zeit des Ausbaus der Colonia im 2. Jahrhundert n. Chr. In der Nähe des Amphitheaters ver dichtete sich der Fundanfall. Unter der humosen Erdschicht konnte stellenweise ein Laufhori
doi:10.11588/bjb.183.0.71297 fatcat:2zfhszcn5bfyzmz5jm56up5pw4