The effects of diel vertical migration of Daphnia on zooplankton-phytoplankton interactions [thesis]

Elke S. Reichwaldt
2004
Zooplankter, die eine tagesperiodischen Vertikalwanderung (TPV) durchführen halten sich nur nachts in der Oberflächenschicht der Gewässer auf, den Tag dagegen verbringen sie in tieferen Schichten. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der TPV von Daphnien auf Phytoplanktondynamiken und Populationsparameter der Daphnien. Dazu führte ich sowohl Freiland- als auch Laborversuche durch, in denen ich jeweils 'Migrations-' mit 'Nicht-Migrations-' Ansätzen verglich. Es wird
more » ... lich. Es wird generell angenommen, dass Phytoplanktongemeinschaften in den Epilimnien von geschichteten Seen der gemäßigten Zone von einer TPV profitieren können. Das kann durch zwei Mechanismen hervorgerufen werden: Erstens durch einen zeitlich gepulsten Fraßdruck (Grazing nur nachts), und zweitens durch einen geringeren Fraßdruck, hervorgerufen durch die meist geringere Dichte wandernder Zooplanktonpopulationen, da diese, bedingt durch die Wanderung tagsüber in die kalten, tiefergelegenen Wasserschichten, ein reduziertes Wachstum haben. In einem ersten Laborversuch konnte ich zeigen, dass allein durch einen zeitlich gepulsten, diskontinuierlichen Fraßdruck ein erhöhtes Algenwachstum entstehen konnte. Ich konnte weiterhin zeigen, dass fressbare Algenarten mit einer höheren intrinsischen Wachstumsrate einen größeren Vorteil von der TPV hatten als fressbare Arten mit einer niedrigeren Wachstumsrate. In Freilandexperimenten konnte ich zum einen ebenfalls zeigen, dass die Algenbiomasse bei Wanderung der Daphnien erhöht war, zum anderen konnte ich auch vom Wanderregime abhängige Veränderungen in der Phytoplanktongemeinschaft nachweisen. So hatten fressbare Phytoplanktonarten einen Vorteil von einer TPV, unfressbare Algenarten hatten dagegen einen Vorteil, wenn keine Wanderung stattfand. Ich konnte in einem weiteren Laborversuch zeigen, dass die oben genannten Veränderungen in der Phytoplanktondynamik starke rückwirkende Effekte auf Populationsparameter der Daphnien hatten. In einem weiteren Laborversuch setzte ich die Daphnien entweder konstanten [...]
doi:10.5282/edoc.2207 fatcat:qmqpag3uzba7des63c2iugeuwq