Zum Mechanismus der Magenverdauung beim Omnivoren

Arthur Scheunert, Fritz Kiok
1922 Pflügers Archiv: European Journal of Physiology  
Vor einigen Jahren hat der eine yon uns an 4er Hand eines sehr ausgedehnten Versuehsmaterials die Frage der Schiehtung des Mageninhaltes bei Katze, Hund, Pferd, Kaninchen und Meerschweinehen grundsi~tzlich geklhrt 1) 2). Es stellte sich dabei in Best~tigung und Erweiterung der Ansichten von Ellenberger 3) heraus, dab im allgemeinen bei allen den genannten Tierarten nacheinander genossene Teile einer Mahlzeit sich in der Reihenfolge ihrer Verabreichung aufoder mehr oder weniger nebeneinander
more » ... r nebeneinander sehiehten und dab sie diese bei der Anfiillung des Magens eingenommene Lagerung aueh w~hrend der Verdauung beibehalten. Nur im pylorusseitigen Magenabsehnitt kann infolge der dort energisch ablaufeuden Peristaltik alsbald eine Vermisehung eintreten. Wenn aueh Uber-un4 Nebeneinanderschiehtungen die Regel sind, so kSnnen auch Einschaehtelungen und andere Lagerungen zustande kommen. Hierbei l~andelt es sich aber stets um Spezialf~lle, (lie insbesondere durch Konsistenzuntersehiede der naeheinanderfolgenden Portionen bedingt werden. Es spielt dabei weiter ctie Quantitat des Genossene'~ eine gewisse Rolle, und ferner treten unter versehiedenen anderen Faktoren vor allem die Druel~iehtung, mit der die Bissen aus dem Oesophagus heraustreten, und die Lage des Magens in der Baueh-hShle, also auch der Einpflauzwinkel des Oesophagus als die gesamten Sehichtungsverh~ltnisse wesentlich bestimmend in den Vordergrund.
doi:10.1007/bf02331577 fatcat:26yxdmmzofd57ajtb7qdekqpha