XXXVIII. Mineralogische Mittheilungen

A. Schmidt
1888 Zeitschrift für Kristallographie - Crystalline Materials  
Arsenopyrit aus Serbien. Das untersuchte Exemplar stammt aus der Sammlung der königl. ung. geologischen Anstalt in Budapest, wohin es mit der Bezeichnung »aus der Füllung des Luta Strana-Stollens, Serbien«, kam. Mit gewöhnlichen Pyritkrystallen, πτ{021}, und mit schwarzer, derber Zinkblende ist der Arsenopyrit derart vergesellschaftet, dass eine mit Pyrit gemengte Sphaleritschicht die Unterlage bildet, worauf dann die höchstens einige Millimeter grossen, aber ziemlich zahlreichen, stark
more » ... chen, stark glänzenden Arsenopyrite aufgewachsen sind. Die Krystalle sind, bei Annahme der üblichen Stellung, prismatisch mit einer derart flachen Endigung, dass man zuerst die Basis zu sehen meint. Es sind hier jedoch Formen mit kleinem Parameter der verticalen Axe, flache Domen, welche die Endigung bilden. Habitus und Formen dieser Krystalle sind aus Fig. 1 , Taf. XII ersichtlich, welche letzteren in einer, mit der Grösse der Flächen abnehmender Reihe, die folgenden sind: m = {1 \ 0}ooP, *a = {0.1.24)^00, *ß = {016}£Ροο, c = {001} OP. Die mit * bezeichneten zwei Formen wurden am Arsenopyrit bisher nicht angegeben. Die Endigung ist gewöhnlich durch α ={0.1.24} gebildet, dessen Flächen parallel der Brachyaxe, wie gewöhnlich am Arsenopyrit, gestreift sind. Die Flächen von = {016} kommen nicht immer vor und sind gewöhnlich glatt; die Basis konnte ich sehr selten wahrnehmen. Brought to you by | University of California Authenticated Download Date | 6/9/15 5:17 PM 57d A. Schmidt. Die Flächen des Prismas sind zwar glänzend, aber nicht vollkommen glatt; mil der verlicalen Axe parallele Linien und Unebenheiten beeinflussen die Giile der Spiegelung. Die meisten Krystalle sind einfach, vereinzelt findet man aber auch Zwillingskrystalle, wie sie Fig. 2 auf Taf. XII zeigt. Zwillingsfläche ist {101} und die beiden Krystalle sind vollständig durcheinander gewachsen. Die Winkelwerthe konnten nur in einigermassen weiten Grenzen ermittelt werden, da die Flächen mehrfache Reflexe gaben. In der folgenden Tabelle ist η =• der Anzahl der gemessenen Kanten, =t d = Milteldifl'erenz der einzelnen Werthe, k = der Anzahl der gemessenen Krystalle. Deobachtet:
doi:10.1524/zkri.1888.14.1.573 fatcat:eykb45adrjfpfggho3yvszmeba