Ueber die Vergleichung von Lichtstärken auf photoelectrischem Wege

J. Elster, H. Geitel
1893 Annalen der Physik  
1V. TJeher die Vergleichung uon ' LichtsttWJien nuf photoelectrischem Wege : uom .J. E l s t e r wnd W. GeJteZ. Dass es moglich ist, die Intensitat ultravioletten Lichtes durch die photoelectrische Zerstreuung an Kathodenflachen von amalgnmirtem Zink in der freien Luft mit einiger Annaherung zu inessen, glauben wir vor kurzem nachgewiesen zu haben.') Die Methode war eine electrostatische und die Vergleichung der Lichtintensitaten geschah durch die Differenz der Logarithmen des vor und nach
more » ... s vor und nach einer constanten Expositionszeit gemessenen negativen Potentials einer lichtempfindlichen Zinkkugel. Die zu Grunde gelegte und durch den Versuch bestatigte Annahme lasst sich dahin zusammenfassen, dass die nur durch das Licht bewirkte Zerstreuung der negativen Electricitat bei constanter electriwher Dichtigkeit auf der Zinktlache der Lichtintensitat proportional sei. Die geringe Empfindlichkeit des Zinks gegen Strahlen grosserer Wellenlange macht es nun unmoglich, auf diese Art Lichtstarken zu vergleichen, die der Hauptsache nach aus physiologisch wirksamen Bestandtheilen zusammengesetzt sind. Man muss, urn dies zu erreichen, eu reinen Oberflachen der Alkalimetalle greifen. Da man genothigt ist, diese Substanzen vor dem Sauerstoff der Luft geschiitzt in Glasrecipienten einzuschliessen, so verliert man die Moglichkeit einer freien Exposition, und auch die Anwendung der electrostatischen Methode wird durch die Anwesenheit des Recipienten beeintraichtigt. Dagegen gewinnt man, wie wir schon friiher angegeben, den Vortheil, durch passende Wahl des Gasdrucks im Recipienten die Empfindlichkeit auf das hochste erreichbare Maass steigern zu konnen. Verbindet man nun die Alkalimetallflache mit dem negativen, (lie gegenuberstehende Platin-oder Sluminiumelectrode
doi:10.1002/andp.18932840405 fatcat:tnr5xszy5fgf5kjnzbwcbtnijm